HWN 037 – Schaubergwerk Büchenberg

Büchenberg ist eine kleine Siedlung nahe (und von) Elbingerode, die zur Stadt Oberharz am Brocken gehört. Benannt nach dem gleichnamigen Berg ist der kleine Ort vor allem für den Bergbau und seine frühere Erzgrube bekannt. Diese Grube ist heute als Schaubergwerk Büchenberg zu besichtigen und als Nummer 37 in das System der Harzer Wandernadel integriert.

Das Eisenerzlager in Büchenberg galt als eines der größten in ganz Deutschland. Geschürft wurde auf sechs Sohlen bei fast 40 Kilometer Grubenstrecke. Erst 1970 wurde die Grube aufgegeben, eine Wiedereröffnung als Schaubergwerk erfolgte Ende der 1980er.

Büchenberg: Früher Grube, heute Schaubergwerk

Der (im gesamten Harz typische) Bergbau in der Region Elbingerode geht zurück bis ins Mittelalter. Nach dem Boom im 16. Jahrhundert erfolgte ein Niedergang, trotzdem war erst 1925 Schluss. Nach einer mehrjährigen Pause wurde der Bergbau 1936 wiederaufgenommen, als Mannesmann die Grube Büchenberg eröffnete und in dieser fortan Eisenerz für die Rüstung förderte. Tatsächlich wurde im Bergwerk Büchenberg allein Erz abgebaut, lag dessen Eisenanteil doch bei über 35 Prozent.

Ab Schacht I/Rothenberg wurde zwischen 1937 bis 1940 eine 8,65 Kilometer lange Seilbahn gebaut, mit der täglich 840 Tonnen Erz bis nach Minsleben zur Verladung (nach Salzgitter) geschafft wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bergwerk kurzzeitig geschlossen, doch schon 1946 ging es unter staatlicher (DDR)Regie weiter. Verarbeitet wurde das Erz nun in Calbe (Saale) – Salzgitter lag plötzlich im Westen -, wo eigens ein Niederschachtofenwerk für das Büchenberger Eisenerz gebaut wurde.

1970 ist Schluss: Büchenberg wird Besucherbergwerk

April 1970 wurde der Erzabbau in Büchenberg eingestellt, der Import aus der damaligen Sowjetunion war bei angeblich besserer Qualität billiger als die eigene Förderung. Die 1958/1959 mit Stahl- statt Holzstützen modernisierte Materialseilbahn wurde abgebaut, einzig die Stütze Nr. 1 und der Antrieb – bis heute voll funktionsfähig – sind erhalten geblieben. Der Umbau der Grube Büchenberg zum Schaubergwerk begann 1984 mit der Herrichtung der ersten Sohle. Eröffnung feierte das nunmehrige Schaubergwerk Büchenberg aber erst drei Jahre später am 7. Oktober 1989 und somit prestigeträchtig zum 40. Jahrestag der damaligen DDR.

Koordinaten Büchenberg: 51° 47′ 19″ N, 10° 49′ 4.84″ E

Die Besucher fahren nicht über den alten Förderschacht ein, sondern nutzen die Treppe der früheren Materialseilbahn. 1993 erfolgte ein barrierefreier Umbau, womit die Grube mittlerweile für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Zu besichtigen sind 600 Meter, auf denen viele der früheren Bergbaumaschinen aus den 1950ern und 1960ern gezeigt und vorgeführt werden. Zu sehen (und vor allem zu hören) sind unter anderem diverse Bohrhämmer, ein Erzschrapper oder ein Überkopflader. Außerdem bietet das Schaubergwerk Büchenberg gastronomische Untertage-Events.

Wandern zum Schaubergwerk Büchenberg

  • Benzingerode (7,7 km)
  • Blankenburg/Michaelstein (8,4 km)
  • Blankenburg/Ziegenkopf (9,4 km)
  • Büchenberg/Parkplatz (0,6 km)
  • Drei Annen Hohne (7,7 km)
  • Elbingerode (3,1 km)
  • Hüttenrode (7,6 km)
  • Königshütte/Parkplatz Richtung Tanne (8,1 km)
  • Rübeland/Parkplatz Schwimmbad (5,6 km)
  • Wernigerode/Parkplatz Kaltes Tal B244 (3,0 km)
  • Wernigerode/Gasthaus Armeleuteberg (7,4 km)

Nahe Stempelstellen ab Büchenberg

  • HWN #029 Elverstein (8,4 km)
  • HWN #031 Agnesberg (6,6 km)
  • HWN #032 Gasthaus Christianental (6,0 km)
  • HWN #033 Stapenberg (6,3 km)
  • HWN #034 Scharfenstein (5,1 km)
  • HWN #035 Gasthaus Armeleuteberg (7,4 km)
  • HWN #036 Peterstein/Zillierbachsperre (3,8 km)
  • HWN #038 Galgenberg (2,2 km)
  • HWN #039 Tagebau Felswerke (4,1 km)
  • HWN #040 Königshütter Wasserfall (7,8 km)
  • HWN #041 Ruine Königsburg (8,3 km)
  • HWN #042 Trogfurter Brücke (7,1 km)
  • HWN #061 Besucherbergwerk Drei Kronen & Ehrt (4,1 km)
  • HWN #079 Otto-Ebert-Brücke (8,6 km)
  • HWN #087 Volkmarskeller (4,6 km)
  • HWN #088 Hoher Kleef (6,2 km)
  • HWN #089 Schornsteinberg (5,3 km)
  • HWN #174 Hohnehof (8,6 km)

Weitere Wanderziele ab Büchenberg

  • Austbergturm Benzingerode (8,2 km)
  • Baumannshöhle Rübeland (5,4 km)
  • Blauer See (6,8 km)
  • Hermannshöhle Rübeland (5,7 km)
  • Jagdpfalz & Königshof Bodfeld (2,1 km)
  • Kaiserturm/Armeleuteberg (6,4 km)
  • Kloster Michaelstein (8,6 km)
  • Kreuztal-Viadukt Neuwerk (7,1 km)
  • Mandelholzsperre (8,5 km)
  • Schloss Wernigerode (6,7 km)
  • Schlossruine Elbingerode (3,3 km)
  • Wilhelm-Raabe-Warte (10,1 km)
  • Ziegenkopf Blankenburg (9,4 km)
  • Zillierbach-Talsperre (3,9 km)

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