Schnarcherklippen – Stempelstelle 14

Die Schnarcherklippen sind zwei Felstürme bei Schierke, die eine tolle Aussicht versprechen. Die Harzer Wandernadel führt die markanten Klippen daher als Stempelstelle 14.

Die zwei Felsklippen liegen südlich von Schierke und damit im Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt. Außerdem markieren die Klippen den Nordwestrand des Barenbergs. Dieser erhebt sich Richtung Elend über dem Tal der Kalten Boden auf bis zu 695 m ü. NN. Die gut 20 m auseinander liegenden und 25 bzw. 28 m hohen Türme kommen auf 671 m ü. NN. Sie zählen zum Brockengranit und zeigen die für Granit typische Wollsackverwitterung.

Schnarcherklippen: Der Name ist Programm

Der Name der Klippen ist jedenfalls Programm. Denn weht der Wind aus Südost, „schnarchen“ die Türme. Davon ab besitzen die Granitfelsen einen hohen Anteil an Magnetit. Einen Kompass lenkt es daher an bestimmten Stellen von seiner Nordrichtung ab. Zumal so mancher Blitzeinschlag für eine zusätzliche Magnetisierung des Gesteins sorgte. Ein Besuch der Klippen bei Gewitter ist daher keine gute Idee.

Koordinaten Schnarcherklippen
Stempelstelle 14
WGS84: 51° 45′ 16.02″ N, 10° 39′ 56.34″ E
51.75445°, 10.66565°
UTM: 32U 614969 5735041
Geo URI: geo:51.75445,10.66565

Die Felstürme haben es übrigens sogar in die Literatur geschafft. Dank unserem Johann Wolfgang von Goethe. Dieser war nicht nur Dichter, sondern außerdem Naturforscher. Goethe weilte daher recht oft im Harz. Die Schnarcherklippen inspirierten den Poeten so sehr, dass er diese in seinem „Faust“ würdigte. Und zwar doppelt…

„Seh die Bäume hinter Bäumen,
wie sie schnell vorüberrücken,
und die Klippen, die sich bücken,
und die langen Felsennasen,
wie sie schnarchen, wie sie blasen!“
Johann Wolfgang von Goethe, Faust I

„Der Blocksberg bleibt ein gar bequem Lokal,
Wo man auch sei, man findet sich zumal.
Frau Ilse wacht für uns auf ihrem Stein,
Auf seiner Höh wird Heinrich munter sein,
Die Schnarcher schnauzen zwar das Elend an,
Doch alles ist für tausend Jahr getan.“
Johann Wolfgang von Goethe, Faust II

Wandern zur HWN Stempelstelle 14

Heute locken die Klippen aber vor allem wegen der Stempelstelle 14. Sowie ihrer tollen Aussicht. Denn die nordöstliche Klippe ist über Leitern begehbar gemacht. So könnt ihr von weit oben die Harzer Berge genießen. Sprich: Brocken (Nordwest), Erdbeerkopf und Hohnekamm (Nordnordost), Barenberg (Südost) sowie Wurmberg (West). Am schnellsten erreicht ihr die Felstürme natürlich von Schierke. Oder über den Teufelsstieg von Elend. Starten könnt ihr eine Tour zur Stempelstelle 14 jedenfalls von…

  • Braunlage, Großparkplatz* (6,0 km)
  • Drei Annen Hohne, Parkplatz HSB* (6,9 km)
  • Elend, Parkplatz am Kreisel* (2,3 km)
  • Königshütte, Wanderparkplatz Königsburg (9,2 km)
  • Schierke, Parkhaus Am Winterbergtor* (2,2 km)
  • Wanderparkplatz B 27 / Grenz-Denkmal (4,2 km)
  • Wanderparkplatz Schierker Stern (2,9 km)

* kostenpflichtig, ohne Sternchen kostenlos

Aufgepasst: Die Stempelstelle 14 zählt ebenfalls für das Abzeichen Goethe im Harz.

Nahe Stempel ab den Schnarcherklippen

Typisch Harzer Wandernadel locken nahe der Stempelstelle 14 weitere Stempel. Zum Beispiel…

Weitere Ziele ab der Stempelstelle 14

Davon lohnt so manches Ziel auch ohne Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Und zwar…

  • Ruine Elendsburg (2,0 km)
  • Feuersteinklippen (2,9 km)
  • Mauseklippe (0,4 km)
  • Scherstorklippen (1,4 km)
  • Wurmberg (4,3 km)

2 Comments

  1. Nicole Seeger

    Hallo Dennis! Wir waren am letzten Mittwoch bei den Schnarcherklippen. Eine Schutzhütte gibt’s dort nicht mehr, der Stempelkasten steht jetzt einfach am Weg. Immerhin steht daneben eine Bank. Gruß Nicole und Nick

    • Dennis (HarzerWanderGuiDE)

      Hallo Nicole, stimmt. Schon bei meinem „Besuch“ im Dezember war die Schutzhütte verschwunden. Muss ich mal (wie den ganzen Artikel und die Bilder) aktualisieren. Danke dir (euch)!

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