Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen [2 HWN]
Touren Touren bis 10 km

Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen [2 HWN]

Okay, der Titel klingt nicht so gut. Elendstal? Was sich nach Elend anhört, ist alles andere. Und zwar eine richtig tolle Kulisse. Von Elend geht es jedenfalls durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen. Und über den Barenberg wieder zurück.

Zwei Stempel der Harzer Wandernadel, eine tolle Natur, die im Elendstal sehr lebhafte Kalte Bode sowie gleich einige Aussichten. Das ist in wenigen Worten die Rundtour „Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen“. Doch zuerst die Runde im Überblick.

Kurz & knackig: Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen
Parkplatz Elend Ortsmitte (kostenpflichtig) – Talwächter – Elendstal – Elendsburg – „Burg“ Schierke – Hermann Duncker Schierke – Mäuseklippe – Schnarcherklippen – Barenberg – Holzkirche Elend – Parkplatz

Wir starten die Runde also im kleinen Örtchen Elend. Und zwar auf dem Parkplatz Ortsmitte (direkt am Kreisel gen Blankenburg). Am Kreisel queren wir prompt die Straße und halten uns Richtung Braunlage. Doch schon in die nächste Querstraße (Elendstal) biegen wir ab. Dieser folgen wir und erreichen so schnell das Ende des Dorfs. Hinter einer HSB-Brücke beginnt das Elendstal, wo uns eine üppige Natur willkommen heißt. Dichter Mischwald spendet Schatten, links gurgelt die Kalte Bode lautstark dahin.

Durchs Elendstal mit Zwischenstopp Elendsburg

Schon stehen wir vor dem Talwächter. Mit 41 m Höhe sowie 4 m Umfang gilt dieser als die größte Fichte im Tal. Anschließend geht es immer rechts der Kalten Bode entlang. Nach gut 400 m machen wir allerdings einen Abstecher. Rechts zweigt unscheinbar ein Pfad ab, der uns zur Ruine Elendsburg führt. Nach gut 50 Höhenmetern und in den Fels geschlagenen Stufen stehen wir oben. Und sehen nichts. Bis auf die Stufen sowie Wälle und Gräben – für die es ein „Burgenauge“ braucht – gibt es keine Hinweise auf eine Burg. Letzte Mauerreste trugen die Anwohner wohl Ende des 18. Jahrhundert ab. Als Baumaterial für Hochöfen. Lediglich auf der Südseite der „Burg“ ist eine ebenfalls in den Fels geschlagene kleine Kammer zu finden.

Tipp: Ihr habt keine Lust auf den Aufstieg zur Elendsburg? Dann geht einfach den Weg an der Kalten Bode weiter!

Da es von der Elendsburg auch keine große Aussicht gibt, treten wir wieder den Abstieg an. Die 50 Höhenmeter haben zumindest unsere Haxen trainiert. Anschließend wandern wir weiter an der Kalten Bode flussauf. Nach ein paar 100 m taucht eine Brücke auf, gegenüber ein Rastplatz. Unseren Weg setzen wir jedoch geradeaus fort und wandern somit nun auf dem Mühlenweg. Die Bode rauscht daher wie bisher zu unserer Linken ins Tal. Wir passieren die ehemaligen Forellenteiche, kurz darauf taucht zwischen dem Grün etwas Burgähnliches auf. Die Burg Schierke ist allerdings nur ein „Nachbau“, keine echte Burg.

Durch Schierke zu den Schnarcherklippen

Auf einer schmalen Brücke queren wir die Kalte Bode und gehen weiter flussauf. Wenig später trudeln wir in Schierke ein. Doch gleich hinter dem Hotel „Villa Bodeblick“ halten wir uns links. Eine Treppe hinauf gelangen auf die Straße „Barenberg“. Dieser folgen wir bergan bis zum Ende sowie dem früheren FDGB Erholungsheim Hermann Duncker. Früher eine tolle Adresse, heute ein böse verfallener Lost Place. Dennoch will Schierke das Hermann Duncker erhalten. Angeblich…

Stempelstellen der HWN
Schnarcherklippen (HWN #014) – Barenberg (Aussichtspunkt) (HWN #020)

Der bisher asphaltierte Weg endet jedenfalls, die Natur hat uns wieder. Allerdings ist diese wegen Abholzung Stand 2022 recht karg. Egal, wir nehmen geradeaus den „Braunlager Fußweg“ (30 E) unter unsere Wanderschuhe. Gen Mauseklippe sowie Schnarcherklippen. Die Mäuseklippe – richtig sind beide Schreibweisen – ist schon bald linker Hand zu sehen. Die Fichten, die hier einst hoch aufragten, sind dem Sensenmann zum Opfer gefallen. Dafür gibt es freie Sicht. Zum Beispiel auf den neuen Aussichtsturm des Wurmbergs rechts vom Weg. An der Mauseklippe biegen wir ein, lassen die Granitfelsen links liegen und folgen dem felsigen Weg zu den Schnarcherklippen. Diese stehen noch in dichtem Wald, weswegen die zwei Felstürme so plötzlich wie wuchtig vor uns aufragen.

Über steile Leitern auf die Schnarcherklippe

Auf die nördliche Schnarcherklippe führen steile Leitern, also wagen wir den Aufstieg. Der lohnt, denn die Schnarcherklippe gewährt einen Ausblick auf Brocken, Erdbeerkopf, Hohnekamm, Wurmberg. Letzterer versteckt sich allerdings hinter einer Fichte. Wieder unten heimsen wir noch schnell unseren ersten Stempel der Rundtour „Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen“ ein. Und zwar die #14. Der Stempelkasten steht übrigens etwas einsam Richtung Braunlage neben zwei Bänken.

Tourdaten Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen
Anspruch: leicht – Länge: 6,3 km – An-/Abstieg: 263/272 m – Dauer: ca. 2:00 h
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Apropos: Der Stempel #14 Schnarcherklippen zählt außerdem für das Abzeichen „Goethe im Harz“. Deutschlands größter Dichter – der nebenbei Naturforscher war – besuchte die Klippen auf seiner dritten Harzreise anno 1784. Goethe markierte dabei den Punkt, an welchen die nördliche (begehbare) Klippe die Magnetnadel ablenkt. Die Klippen sind extrem magnetit-haltig und verwirren daher jeden Kompass.

Über den Barenberg zurück nach Elend

Zwischen Nord- und Südklippe hindurch führt uns unser Weg weiter. Nämlich auf bzw. über den Barenberg. Wollt ihr keine weiteren Höhenmeter machen, könnt ihr den Barenberg links umrunden. Dann aber verpasst ihr einen Aussichtspunkt oben auf dem Berg. So oder so führt uns der Weg längst zurück nach Elend. Leider ist die Ecke mittlerweile extrem kahl. Vor allem in der Nähe unseres zweiten Stempels, der #20 Aussicht Barenberg. Zum Aussichtspunkt geht es recht steil bergab, die Aussicht ist leider nicht die beste. Ausgerechnet im Blickfeld Elend stehen noch etliche stramme Fichten.

Einkehr
Schierke: Restaurant Villa Bodeblick (Barenberg 1), weitere abseits des Weges
Elend: Hotel Waldmühle (Braunlager Str. 15), Waldbadschenke (Am Waldbad 1)
außerhalb: Kukkis Erbsensuppe (an der B27 Richtung Braunlage)

Dennoch lohnt der Aussichtspunkt für eine kleine Rast und Stärkung. Anschließend gehen wir den kargen Hang weiter hinab und erreichen wieder ein Waldstück. Nur wenig später queren wir ein Gleis der HSB. Mit etwas Glück schnauft eines der urigen Dampfrösser an uns vorbei. Hinter den Gleisen grüßt schon das erste Haus. Kurz darauf stehen wir an der Hauptstraße (B27) Elends und vor dem Hotel Waldmühle. Links neben dem Hotel führt ein Weg an eine Fußgängerbrücke über die Kalte Bode. Ein paar Schritte weiter bestaunen wir die kleinste Holzkirche Deutschlands. Der Parkplatz ist gleich um die Ecke.

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Fazit: Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen

Mein Fazit zur Tour „Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen“? Da gibt es nur eine Antwort: top. Vor allem das Elendstal – von mir lange missachtet – gefällt mir richtig gut. Dichter Mischwald, die rauschende Kalte Bode, eine breite Fauna und Flora. Die Burg ist zugegeben kein Muss. Viel zu sehen (bzw. zu verpassen) gibt es da nicht. Das Tal ist allerdings eine Wucht. Wellness für die Seele.

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Ab Schierke ist es dann deutlich lichter. Kahlschlag statt Wald, ebenso wie auf dem Barenberg. Dennoch lohnen die Schnarcherklippen mit einer tollen Aussicht. Wobei der Aufstieg über die steilen Leitern nicht ohne ist. Kleines Aber: Die Ecke ist beliebt. Im Elendstal sowie bei den Schnarcherklippen trefft ihr immer auf Leute. In der Woche hält sich der Auflauf jedoch in Grenzen. Wochenende und Ferien sind sind dagegen heikler. Da können vor allem die Schnarcher böse überlaufen sein.

Die Rundtour „Durchs Elendstal zu den Schnarcherklippen“ ist übrigens nur 6,3 km lang. Somit recht kurz. Dafür müsst ihr 263 Höhenmeter (mit der Burg) bewältigen. Zumindest auf meiner Streckenführung. Vier Stunden (samt Pausen) reichen für die Tour aber allemal. Das spart Parkgebühren.

So viel von mir. Gefällt euch die Runde? Dann lasst es mich wissen und postet einen Kommentar!

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