HWN 184 – Bärendenkmal (Ramberg)

Das Bärendenkmal markiert im Unterharz den (traurigen) Ort, an welcher der letzte Bär in den anhaltinischen Forsten geschossen wurde. Jener Ort beziehungsweise jenes Bärendenkmal steht auf dem Harzer Ramberg zwischen Friedrichsbrunn (Thale), Mägdesprung (Harzgerode) und Bremer Teich im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt) auf rund 472 m ü. NN.

Bärendenkmal Ramberg Harzer Wandernadel Nr. 184

Nördlich vom Bärendenkmal erhebt sich die Viktorshöhe, welche nach dem Wegenerskopf die zweithöchste Erhebung des Ramberg ist. Südlich wieder beginnt das Tal des Krebsbachs. Passend zum Denkmal wurde der Wanderweg zwischen Bremer Teich und Viktorshöhe Bärweg getauft.

Koordinaten Bärendenkmal: 51° 40′ 55.99″ N, 11° 5′ 45.2″ E

Bärendenkmal: Erinnerung an den letzten Bären

Erlegt wurde der letzte „Anhalter Bär“ im November 1696 von Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634 bis 1718), der seit 1656 als regierender Fürst dem Hause Anhalt-Bernburg vorstand und dem berühmten Geschlecht der Askanier (alias Anhalt) angehörte. Das heutige Bärendenkmal wurde erst gut 250 Jahre später gegen 1900 aufgestellt und besteht aus einem Findling mit einer Plakette aus Gusseisen. Eine Inschrift verrät:

„Der letzte Bär in den Anhaltinischen Forsten wurde hier Ende des siebzehnten Jahrhunderts erlegt.“

Bärendenkmal Ramberg Harzer Wandernadel Nr. 184

Im eigentlichen Harz war der Bär damit aber (noch) nicht ausgerottet. Tatsächlich wurde der letzte Harzer Bär erst 90 Jahre später irgendwann zwischen 1786 und 1788 bei Wernigerode erlegt. Die Überlieferung ist nicht gesichert, erfolgreicher Jäger aber war wohl ein Fuhrknecht namens Buchtekirch. Als Lohn für den letzten Harzer Bären erhielt jener Knecht vom damaligen Grafen zu Stolberg-Wernigerode zwei Reichstaler.

Wanderrouten zur Stempelstelle 184 Bärendenkmal

Wilde Bären braucht der Harz-Wanderer heute also nicht mehr fürchten. Dafür erinnert das Bärendenkmal an den letzten Anhalter Bären und lockt obendrein als quasi historische Stätte mit dem Stempel Nr. 184 der Harzer Wandernadel. Am schnellsten erreichen Sie das Denkmal übrigens vom Bremer Teich, wo der Bärweg Sie stetig nach Westen führt. Alternative Wanderrouten finden Sie ab Gasthaus Sternhaus Ramberg (L243), Friedrichsbrunn und anderen Orten.

  • Alexisbad (6,7 km)
  • Bad Suderode (7,6 km)
  • Bremer Teich (1,2 km)
  • Friedrichsbrunn/Parkplatz Gernrode (3,6 km)
  • Gernrode (6,8 km)
  • Güntersberge (11,2 km)
  • Harzgerode (8,0 km)
  • Mägdesprung (3,8 km)
  • Siptenfelde (7,0 km)
  • Gasthaus Sternhaus Ramberg (3,1 km)

Bärendenkmal Ramberg Stempelkasten Harzer Wandernadel Nr. 184

Nahe Stempelstellen ab dem Bärendenkmal

  • HWN #189 Große Teufelsmühle (1,3 km)
  • HWN #190 Bergrat-Müller-Teich (2,4 km)
  • HWN #191 Laubtalblick (4,9 km)
  • HWN #196 Bremer Teich (1,2 km)
  • HWN #187 Lauenburg (7,3 km)

Weitere Wanderziele ab dem Bärendenkmal

  • Burgruine Erichsburg (3,5 km)
  • Forsthaus Uhlenstein (5,5 km)
  • Viktorshöhe (1,3 km)

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