IV. Friedrichshammer - Stempelstelle 179

IV. Friedrichshammer – Stempelstelle 179

Der IV. Friedrichshammer ist ein früheres Hammerwerk bei Mägdesprung, einem Ortsteil von Harzgerode im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt). Die Harzer Wandernadel führt diesen „Hammer“ aufgrund seiner Geschichte als Stempelstelle 179.

Konkret liegt der IV. Friedrichshammer auf 250 m ü. NHN im schönen Selketal nahe der Selke und der Kreisstraße 2363. Noch konkreter zwischen Mägdesprung im Westen sowie dem Pfadfinderzentrum im Osten. Viel interessanter aber ist die Geschichte des „Friedrichshammers“, den man auch schlicht IV. Hammer nennt bzw. Vierter Hammer schreibt.

IV. Friedrichshammer: Fürst Friedrich & das Eisen

Die Geschichte des Hammers beginnt quasi 1646. Fürst Friedrich von Anhalt-Harzgerode (1613 – 1670) errichtete zusammen mit dem Quedlinburger Tuchhändler Johann Heydtfeld die Eisenhütte Mägdesprung. Eine solche hatte das Land bitter nötig. Durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) lag die Wirtschaft des Fürstentums sprichwörtlich am Boden. Über die Jahre entstanden daher entlang der Selke passend zur Eisenhütte vier Hammerwerke. Solche Werke verarbeiteten mittels Aufwärmhämmern das in der Hütte gewonnene Eisen weiter, zum Beispiel zu Blech. Die Arbeitsweise dieser industriellen Großschmieden war dabei denkbar einfach. Ein Wasserrad trieb eine Welle aus Holz an, die über Zapfen die Hämmer hob – und wieder fallen ließ. Das nötige Wasser lieferte die Selke, deren Wasserhöhe mit einem Wehr erhöht wurde.

Koordinaten IV. Friedrichshammer
Stempelstelle 179
WGS84: 51° 40′ 6.85″ N, 11° 9′ 56.92″ E
51.66857°, 11.16581°
UTM: 32U 649771 5726398
Geo URI: geo:51.66857,11.16581

Als letzte dieser Schmieden baute man 1786/87 jedenfalls den IV. Friedrichshammer. Namensgeber war Fürst Friedrich Albrecht von Anhalt-Bernburg (1735 – 1796). In dieser Linie waren die verwandten von Anhalt-Harzgerode nach ihrem Aussterben 1709 aufgegangen. Der vierte Friedrichshammer war als Blechhammer gedacht. Der Betrieb endete 1858, das dazu gehörige Wehr brach man 1861 ab. Wenig überraschend entstand am Vierten Hammer – wie an den anderen – eine kleine Siedlung. Zwar bestanden diese jeweils nur aus wenigen Häusern, diese aber existieren teilweise bis heute. Am IV. Hammer ist sogar noch das Haus des früheren Hammermeisters erhalten, wie eine Tafel aus Kunstguss verrät.

Wandern zur HWN Stempelstelle 179

Apropos: 1857 baute man aus heimischen Schieferplatten eine Scheune. In dieser betreibt das Ehepaar Klock seit 2010 den Selketaler Waldgasthof. Neben einer vegetarischen und veganen Gaststätte gibt es ein Café samt Cafégarten sowie eine Backstube. Außerdem vermieten die Klocks Fewos und Zimmer.

Mehr Infos zum Selketaler Waldgasthof sowie den Fewos bekommt ihr auf www.harz-ferienwohnungen.com.

Heute findet ihr am IV. Friedrichshammer obendrein die Stempelstelle 179 der Harzer Wandernadel. Eine Tour zum Vierten Hammer könnt ihr gleich von mehreren Orten starten. Am schnellsten wäre wohl der Weg vom Carlswerk Mägdesprung. Ab hier braucht ihr nur über die ersten drei Hämmer der Selke folgen, den Herzog-Alexis-Erbstollen durchlaufen, schon seid ihr da.

  • Alexisbad, Parkplatz B185 (6,0 km)
  • Ballenstedt, Parkplatz am Schloss (9,4 km)
  • Drahtzug, B185 (4,2 km)
  • Mägdesprung, Carlswerk (2,9 km)
  • Meisdorf, Parkplatz an der Allee (11,0 km)
  • Selkemühle (2,6 km)
  • Sternhaus (5,6 km)
  • Harzgerode, Wanderparkplatz L235 (3,3 km)

* kostenpflichtig, ohne Sternchen kostenlos

Aufgepasst: Die Stempelstelle 179 IV. Friedrichshammer zählt für den Harzer Steiger.

Nahe Stempel ab dem IV. Friedrichshammer

Natürlich findet ihr ab der Stempelstelle 179 zahlreiche weitere nahe Stempel. Zum Beispiel…

Weitere Ziele ab der Stempelstelle 179

Davon lohnen ein paar andere Ziele. Und zwar…

  • I. Friedrichshammer (3,0 km)
  • II. Friedrichshammer (2,3 km)
  • III. Friedrichshammer (2,0 km)
  • Alter Falkenstein (9,4 km)
  • Herzog-Alexis-Erbstollen (0,9 km)
  • Ruine Heinrichsburg (3,8 km)

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