Harzer Wandernadel 77 – Ruine Luisenburg

Die Ruine Luisenburg lockt heute nicht nur Einheimische, sondern – dank der Harzer Wandernadel 77 – auch viele Wanderer auf den Calviusberg (352,4 m ü. NN) bei Blankenburg. Umgeben von einem dichten Eichenwald stand auf jenem langgezogenen Bergrücken nämlich einst ein kleines Lustschlösschen, das zum Blankenburger Großen Schloss gehörte. Auf dem residierte nach dem Aussterben der Regensteiner Grafen anno 1599 eine (nicht regierende) Nebenlinie der welfischen Herzöge von Braunschweig-Lüneburg.

So war auch die 1728 auf dem Fundament einer alten Festung erbaute Luisenburg ein Geschenk das damaligen Herzogs Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel (1671 bis 1735) an seine Gemahlin, Herzogin Christine Luise von Braunschweig, geborene von Öttingen (1671 bis 1747). Nach der Dame des Hauses wurde das kleine Lustschloss auch benannt: Luisenburg. Wobei Schloss zugegeben eine Übertreibung ist, denn die „Burg“ war nicht mehr als ein Fachwerkbau mit einem Kuppeldach aus Schiefer. Das eingeschossige Bauwerk bestand aus einem achteckigen Saal, an welchen sich wieder acht kleine Räume anschlossen. 1945 war das „Schlösslein“ schließlich so baufällig, dass es abgerissen wurde.

Ruine Luisenburg: Einst Lustschloss, heute Pavillon

Heute steht anstelle des einstigen „Schlösschens“ – direkt auf dessen alten Fundament und Mauerresten – ein Pavillon, der wie in früheren Zeiten einen schönen Ausblick vom Calviusberg auf das Umland und die Blankenburger Ortsteile Cattenstedt und Timmenrode gewährt. Am Pavillon ist obendrein ein Stempelkasten der Harzer Wandernadel angebracht, nämlich die Harzer Wandernadel 77.

Koordinaten Ruine Luisenburg
Harzer Wandernadel 77
51° 46′ 57.9″ N, 10° 57′ 15.12″ E

Zu erreichen ist die Ruine Luisenburg am kürzesten vom Parkplatz am „Kleinen Schloss“, das heute ein Museum beherbergt. Von dort aus geht es durch den Schlosspark stetig bergauf zum Großen Schloss und von dort wieder am alten Marstall (Pferdestall) entlang auf den Calviusberg. Der Weg ist ausgeschildert, allerdings auch recht steil. Auf dem Rückweg von der Ruine Luisenburg Schrägstrich Harzer Wandernadel 77 lohnt übrigens jenes Schloss (respektive beide Schlösser) zu einem Abstecher.

Wandern zur Stempelstelle Harzer Wandernadel 77

  • Blankenburg/Kleines Schloss (1,0 km)
  • Blankenburg/Kloster Michaelstein (4,9 km)
  • Büchenberg (11,3 km)
  • Cattenstedt (1,8 km)
  • Heimburg (7,6 km)
  • Hüttenrode (5,2 km)
  • Rübeland (10,5 km)

Nahe Stempelstellen ab der Ruine Luisenburg

Apropos weitere nahe Wanderziele. Ringsum um die „Blütenstadt“ Blankenburg locken gleich einige Stempelstellen der Harzer Wandernadel. Schon auf der Rücktour von der Ruine Luisenburg wartet gleich „hinter“ respektive unter dem Großen Schloss der Stempel 78 Obere Mühle/Barocke Gärten. Richtung Teufelsmauer ist zudem der Stempel 76 am Gasthaus Großvater zu ergattern.

Weitere Wanderziele ab dem Calviusberg

  • Bielsteinklippe (2,7 km)
  • Blauer See (7,5 km)
  • Brockenblick (4,2 km)
  • Großes Schloss Blankenburg (0,6 km)
  • Großvater/Teufelsmauer (1,2 km)
  • Gasthaus Ziegenkopf Blankenburg (2,1 km)
  • Kleines Schloss Blankenburg/Museum (1,0 km)
  • Kloster Michaelstein (4,9 km)
  • Krocksteinviadukt/Kreuztalviadukt (8,1 km)
  • Wilhelm-Raabe-Warte (3,5 km)

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