Altenburg bei Heimburg – Stempelstelle 84

Die Altenburg bei Heimburg, auch Alteburg bzw. Burg Heimburg, ist die Ruine einer Höhenburg bei Heimburg im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt). Diese Ruine stellt heute die Stempelstelle 84 der Harzer Wandernadel.

Die Burg liegt direkt am Nordwestrand von Heimburg, einem Ortsteil von Blankenburg (Harz). Auf einem 280,9 m ü. NHN hohen Berg thronend, diente die Altenburg einst dem Geschlecht derer von Heimburg als Stammsitz. Zur Geschichte der Burg ist dennoch nicht viel bekannt. Erbaut wurde die Anlage wohl um 1070. Als wahrscheinlicher Bauherr gilt König (später Kaiser) Heinrich IV. (1050 – 1106). Eine erste urkundliche Erwähnung gibt es jedenfalls im Jahr 1073. Sinn und Zweck der Burg bestand wie so oft im Schutz hiesiger Handelswege. Außerdem galt die Burg als Bollwerk gegen die sächsischen Fürsten.

Altenburg bei Heimburg: zerstört, wieder aufgebaut…

Diese waren es auch, welche die Burg Heimburg unter ihrem Pfalzgrafen Friedrich II. von Goseck bereits 1073/1074 zerstörten. Zeitlich mag das gut passen. Denn jene Zeit ging als Sachsenkrieg in die Geschichte ein, dessen Höhepunkt 1073 bis 1075 tobte. Die Burgherren bauten die Anlage jedenfalls prompt wieder auf. Frieden war der kleinen Altenburg trotzdem nicht beschieden. Nun lagen die Burgherren von Heimburg mit ihren Nachbarn, den Grafen von Regenstein, in Fehde. Diese gewannen den „Kleinkrieg“ schließlich auch nach mehreren Generationen. Die Regensteiner übernahmen die Altenburg und begründeten so ihre jüngste und dritte Linie: Regenstein-Heimburg.

Koordinaten Altenburg bei Heimburg
Stempelstelle 084
WGS84: 51° 49′ 36.95″ N, 10° 54′ 40.68″ E
51.82693°, 10.9113°
UTM: 32U 631711 5743516
Geo URI: geo:51.82693,10.9113

Im 16. Jahrhundert setzten die Regensteiner die Burg wohl des öfteren als Pfand ein. Während der Bauernaufstände sowie im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) wurde die Burg erneut verwüstet. Die Regensteiner wollten oder konnten die Heimburg nicht wieder aufbauen und ließen diese zerfallen. Den Dorfbewohner war das willkommen, nutzten diese die Steine doch nur allzu gern als Baumaterial. Mit dem Aussterben der Regensteiner 1599 ging das Lehen schließlich an den Herzog von Braunschweig zurück.

Altenburg bei Heimburg lockt mit Aussicht

Danach legt sich der Schleier des Vergessens über die Burg. Erst Ende des 19. Jahrhundert trat die kleine Festung wieder aus dem Schatten ihrer Vergangenheit. Von 1891 bis 1894 fanden archäologische Grabungen statt. Wirklich freigelegt wurden die Ruinen aber erst nach 1990. Sehen könnt ihr heute trotzdem nicht mehr viel. Erkennbar sind Reste der einst bis zu 10 m hohen Ringmauer sowie von Gräben und Wällen. Außerdem die Grundmauern des runden Bergfrieds. Die Kernburg maß um die 35 mal 60 m, die Festung war als Oval angelegt.

Heute lockt die Burg vor allem mit einer schönen Aussicht auf den nördlichen Vorharz sowie zur benachbarten Burg Regenstein. Apropos: Auf den alten Burgresten steht nun ein Pavillon. Eine Schautafel verrät außerdem ein paar Infos zur Burg. Auch die Harzer Wandernadel würdigte die kleine Festung und zwar mit der Stempelstelle 84.

Heimburg: Wandern zur Stempelstelle 84

Starten könnt ihr eine Tour zur Altenburg jedenfalls von…

  • Heimburg, Parkplatz Ortsmitte (0,4 km)
  • Heimburg, Ziegenberg (1,6 km)
  • Blankenburg, Parkplatz Kloster Michaelstein (3,2 km)
  • Blankenburg, Parkplatz Regenstein (4,5 km)
  • Derenburg (7,8 km)

* kostenpflichtig, ohne Sternchen kostenlos

Nahe Stempel ab der Harzer Wandernadel 84

Außerdem findet ihr ein paar weitere nahe Stempel. Zum Beispiel…

Weitere Ziele ab der Altenburg bei Heimburg

Davon ab locken ein paar Ziele, die auch ohne Stempel der HWN lohnen. Etwa…

  • Brockenblick Bocksberg (5,0 km)
  • Gedenkstätte KZ Langenstein-Zwieberge (12,3 km)
  • Gläserner Mönch (11,4 km)
  • Höhlenwohnungen Langenstein (9,4 km)
  • Kloster Michaelstein (3,6 km)
  • Mönchenmühlenteich (3,4 km)
  • Große Schloss Blankenburg (8,4 km)
  • Thyrstein (2,9 km)

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