Carlsturm – Harzer Wandernadel 51

Der Carlsturm steht auf der Carlshaushöhe und gilt als Stempelstelle 51 der Harzer Wandernadel. Geografisch liegen Turm und Höhe im Unterharz sowie im Naturpark Harz (Sachsen-Anhalt). Und zwar südlich von Trautenstein und nördlich von Sophienhof (Süd). Politisch wiederum im Gebiet der Stadt Oberharz am Brocken und somit im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt). Sophienhof (Harztor) gehört dagegen zum Landkreis Nordhausen (Thüringen).

Carlsturm Stempelstelle Harzer Wandernadel 51

Die Carlshaushöhe kommt übrigens auf 626,3 m ü. NHN. Die Anhöhe besteht vor allem aus Grauwacke, einem grauen bis graugrünen Sandstein. Benannt sind Berg sowie Turm nach dem Carlshaus (auch Karlshaus). Das alte (heute staatliche) Forsthaus befindet sich gut 250 m vom Gipfel entfernt auf 599 m an der Nordostflanke der Höhe. Der Carlsturm – auch Carlshausturm oder Karlshausturm – steht dagegen recht nah am Gipfel.

Dabei ist der Turm alles andere als neu. Schon 1901 wurde ein erster Turm gebaut. Damals noch aus Holz. Außerdem wurde dieser noch als Bismarckturm Hasselfelde-Trautenstein geführt. Später wurde der Holzturm durch einen neuen aus Stahl ersetzt. Errichtet wurde dieser neue Turm für rund 3.300 Mark von der Maschinenfabrik Carl Reinsch aus Dresden. Der Turm ragte immerhin 20 Meter in den Himmel. Außerdem bot der neue Turm gleich vier Plattformen samt einer runden Aussichtsplattform.

Carlsturm: Neubau 1998 durch die HSB

1981 erfolgte der Abriss – durch die Sowjetarmee. Zu der Zeit war der Turm allerdings schon gesperrt. Irgendwie hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg keiner mehr um das Bauwerk gekümmert. Der Zahn der Zeit nagte, der Turm zerfiel. Die Russen jedenfalls betrieben zu Zeiten der DDR auf der Carlshaushöhe eine Aufklärungsstation samt einer Abschussbasis für Basis. Daher war die Carlshaushöhe seit Ende der 1970er Sperrgebiet. Die Anlage „KRTP 81 Ramona“ galt damals als die modernste des ganzen Warschauer Paktes. Angeblich reichte das System bis zur Atlantikküste. Die Einheit unterstand direkt der Zentrale in Moskau. Nach dem Mauerfall verschwanden die Russen wieder. Seit 1992 ist die Carlshaushöhe wieder für Otto Normal begehbar. Der Rückbau der Bunker, Kasernen, Zäune und typischen Plattenwege dauerte aber noch bis 1993.

Koordinaten Carlsturm
Stempelstelle Harzer Wandernadel 51
WGS84: 51° 39′ 23.08″ N, 10° 47′ 49.42″ E
51.65641°, 10.79706°
UTM: 32U 624307 5724353

1998 wurde schließlich für 2,3 Mio. DM ein neuer Turm gebaut. Der heutige Carlsturm. Einweihung feierte der Carlshausturm am 27. Juli 1998. Wie sein Ahn zeigt der Karlshausturm eine offene Bauweise aus Stahl. Und zwar aus 30.000 kg Stahl. Allerdings misst der neue Carlshausturm nun 50 Meter. Auf 30 Meter befindet sich wieder eine Aussichtsplattform, die frei begehbar ist. Dafür müssen zwar 155 Stufen erklommen werden. Doch der Aufstieg lohnt. Denn von weit oben ist wunderbar der Brocken zu sehen. Sowie natürlich das gesamte Harzer Vorland und – bei guter Sicht – sogar der Kyffhäuser. Kein Wunder also, dass der Turm mit der Harzer Wandernadel 51 lockt. Wobei der Karlshausturm selbst ohne die Stempelstelle 51 ein lohnendes Wanderziel wäre.

Aussicht vom Carlsturm Stempelstelle Harzer Wandernadel 51

Betrieben wird der Carlshausturm übrigens primär als Funkturm von den Harzer Schmalspurbahnen (HSB). Die Trasse der Harzquerbahn führt nur wenige Kilometer am Turm vorbei.

Wandern zum Carlsturm Stempelstelle 51

Zu erwandern ist die Carlshaushöhe samt Karlshausturm und die Harzer Wandernadel 51 von gleich mehreren Orten aus. Eine schöne Variante führt ab Trautenstein durch das Dammbachtal. Hier steht auch ein Wanderparkplatz parat. Alternativen bieten sich zudem mit Hasselfelde, Sophienhof oder Benneckenstein an. Kürzer ist dagegen der Weg vom Parkplatz Radeweghaus an der B81 zwischen Hasselfelde und Ilfeld.

  • Benneckenstein (7,0 km)
  • Eisfelder Talmühle (5,8 km)
  • Hasselfelde (6,6 km)
  • Netzkater (7,7 km)
  • Parkplatz Radeweghaus B81 (3,0 km)
  • Rothesütte (7,9 km)
  • Sorge (11,0 km)
  • Tanne (9,9 km)
  • Trautenstein Parkplatz Dammbachtal (3,7 km)
  • Sophienhof (3,2 km)

Nahe Stempel ab der Harzer Wandernadel 51

Es lohnt übrigens, die Stempelstelle 51 mit anderen nahen Stempeln zu einer Rundtour zu verbinden. So bietet sich zum Beispiel eine Tour über rund 18 km ab Trautenstein an. Ab dem Parkplatz Dammbachtal geht es zur Walzenhütte (HWN #050) sowie zum Oberharzblick (HWN #047). Danach zum Stierbergsteich (HWN #048) sowie zur Ziegenalm (HWN #097) in Sophienhof. Anschließend über die Harzer Wandernadel 51 Carlsturm zurück nach Trautenstein.

Carlshausturm Harzer Wandernadel Stempelstelle 51

Weitere Ziele ab der Stempelstelle 51

  • Dreiländerblick (6,6 km)
  • Dreiherrenstein (3,5 km)
  • Drei-Länder-Stein (9,1 km)
  • Fünfkantstein (2,0 km)
  • Rehkopf Aussichtspunkt (6,6 km)

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