Harzer Wandernadel 66 – Wilhelmsblick

Der Wilhelmsblick zwischen Treseburg und Thale (Landkreis Harz) im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt ist ein Aussichtspunkt und als Harzer Wandernadel 66 in das länderübergreifende Harzer Stempelsystem aufgenommen.

Wilhelmsblick Harzer Wandernadel 66

Der „Blick“ liegt nur rund 1.000 Meter Luftlinie hinter dem Ortsausgang Treseburg Richtung Thale auf dem schmalen Felsgrat, welchen die munter sprudelnde Bode hier in einer großen Schleife umfließt und auf dem einst auch die frühere Burg Treseburg thronte. Dank seiner Erhebung auf 314 m ü. NN bietet der Wilhelmsblick zu beiden Seiten eine weite Aussicht auf die dichten Wälder und eben die Bode. In der warmen Jahreszeit ist die Aussicht durch die Bäume allerdings deutlich beeinträchtigt, weswegen ein Besuch in den kälteren Monaten mit entsprechend entlaubten Bäumen eher lohnt.

Wilhelmsblick: Wanderer halt die Schritte ein

Benannt ist der „Blick“ nach dem Straßenbaumeister Wilhelm, der den Aussichtspunkt 1861 bei Straßenarbeiten quasi zugänglich machte. Hierzu ließ Wilhelm bei den damaligen Arbeiten zur L93 Treseburg – Wienrode samt Abzweig Thale (K1350) einen 20 Meter langen Tunnel durch den Fels hauen, womit der Wilhelmsblick seither direkt von der Straße zu erreichen ist. Zuvor war der Aussichtspunkt nur auf Pfaden von Treseburg oder dem Gasthaus Todtenrode zu erwandern.

Koordinaten Wilhelmsblick
Harzer Wandernadel 66
WGS84: 51° 43′ 23.16″ N, 10° 57′ 58.07″ E
51.7231°, 10.96613°
UTM: 32U 635801 5732071

Wilhelm zu Ehren wird der Aussichtspunkt jedenfalls seither Wilhelmsblick genannt, zuvor hieß der Ort „Krügers Höhe“. Neben dem Tunnel ist an der Landstraße ein Schild angebracht, dass den Wanderer zu einen kleinen Rast und dem Genießen der Natur einlädt:

„Wanderer halt die Schritte ein
willst Du Herz und Sinn erfreun.
Leicht ersteigen Bergeshöhen,
wo der Vorwelt Schauer wehen.
Und vor längst entschwundenen Jahren
Türme noch und Zinnen waren.
Aber jetzt Dein Auge ruht auf des Bergstroms wilder Flut.
Und Du fühlst nur Luft – doch Grauen,
wenn Du es wagst hinab zu schauen.
Tritt in diese Höhle ein.“

Wilhelmsblick Tunnel Harzer Wandernadel 66

Wandern zur Stempelstelle Harzer Wandernadel 66

Der kürzeste Wanderweg zum Wilhelmsblick bietet sich direkt von Treseburg (Parkplatz Kreisverkehr) an. Nahe der Bushaltestelle führt ein Pfad bergan in den Wald hinein und an weiteren Aussichtspunkten bis hin zum „Blick“, der heute dank der Harzer Wandernadel 66 vor allem Stempeljäger der Harzer Wandernadel erfreut. Direkt an der Landstraße befindet sich eine kleine Parkbucht, von welcher der Aussichtspunkt durch den Tunnel und einer Treppe innerhalb von fünf Minuten erklommen ist.

  • Almsfeld (5,2 km)
  • Altenbrak (4,4 km)
  • Blankenburg/Parkplatz Kleines Schloss (8,7 km)
  • Cattenstedt (7,1 km)
  • Hasselfelde (11,1 km)
  • Thale (7,8 km)
  • Stemberghaus (7,3 km)
  • Treseburg (1,3 km)
  • Wendefurth (5,9 km)
  • Wienrode (5,9 km)

Nahe Stempelstellen ab Wilhelmsblick/Krügers Höhe

Es lohnt sich, die Harzer Wandernadel 66 mit weiteren nahen Stempelstellen zu verbinden, insbesondere dem Gasthaus Todtenrode (65) und dem Böser Kleef (64). Tagestouren bieten sich hingegen zur Roßtrappe und durch das Bodetal nach Thale, auf dem nahen Hexenstieg Richtung Wendefurth und Hasselfelde oder nach Blankenburg an.

Weitere Wanderziele ab der Harzer Wandernadel 66

  • Bodetal Thale (9,0 km)
  • Hexentanzplatz Thale (7,5 km)
  • Hohe Eiche Allrode (6,2 km)
  • Jagdschloss Windenhütte (5,3 km)
  • Rappbodetalsperre (8,2 km)
  • Roßtrappe (5,9 km)
  • Talsperre Wendefurth (6,0 km)
  • Teufelsmauer Blankenburg (8,7 km)
  • Westernstadt Pullman City II (10,8 km)

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