Ebersburg – Stempelstelle 100

Die Ebersburg ist die Ruine einer früheren Höhenburg nördlich von Herrmannsacker. Die Burg gilt heute als Stempelstelle 100 der Harzer Wandernadel und als einer der elf Glücksplätze.

Geographisch liegt die Burgruine jedenfalls am Rande des Südharz. Politisch wiederum im Landkreis Nordhausen und damit in Thüringen. Als typische Höhenburg thront die Anlage (bzw. deren Reste) auf einer Bergkuppe rund 410 m ü. NN. Zumindest laut der HWN. Andere Quellen nennen dagegen 387,5 m ü. NHN oder sogar 440 m. Gesichert ist zumindest der Krebsbach. Der Thyra-Zufluss fließt im Südwesten an dem Burgberg vorbei.

Ebersburg: Eine der Allzunah-Burgen

Erbaut wurde die Burg, damals noch Ebersberg genannt, wohl zwischen 1181 und 1183. Tatsächlich war die Ebersburg nur eine von sechs Burgen, welche zusammen die Allzunah-Burgen bildeten. Zu diesen gehörten obendrein die Burgen Friedenland und Lehnberg, die Westliche und Niedere Allzunah sowie die Burg Schadewald (Hohe Allzunah). Erstmals urkundlich erwähnt ist die Ebersburg 1189 oder 1190. In einer Urkunde löste Erzbischof Konrad von Mainz das „Schloss Ebersberg“ aus. Und zwar von seinem Verwandten Hermann I., Pfalzgrafen von Sachsen und (ab 1190) Landgraf von Thüringen. Diesen belehnte der Bischof auch gleich wieder mit der Burg.

Koordinaten Ebersburg
Stempelstelle 100
WGS84: 51° 33′ 15.73″ N, 10° 52′ 49.08″ E
51.55437°, 10.8803°
UTM: 32U 630356 5713151
Geo URI: geo:51.55437,10.8803

1247 ging die Burg durch Erbschaft an die Wettiner, 1326 schließlich an die Grafen zu Stolberg. Um 1587 galt die Burg als verlassen und somit dem Verfall preisgegeben. Heute ist daher von der Höhenburg bis auf dem Bergfried und Resten der Toranlage nicht viel übrig. Zu ihren Blütezeiten maß die Hauptburg übrigens um die 45 x 60 m. Allein der runde, 19 m hohe Bergfried kam auf 12,7 m Durchmesser. Freilich kein Wunder bei bis zu 4,5 m dicken Mauern. Die gesamte Burganlage umfasste eine Vor- und Unterburg sowie eine Oberburg samt Palas und besagtem Bergfried.

Heute kümmert sich der „Verein für lebendiges Mittelalter e.V.“ um den Erhalt der Burg. Auf dessen Website www.ebersburg-harz.de erfahrt ihr mehr zur Burg!

Wandern zur HWN Stempelstelle 100

Der schnellste Weg zur Burg und damit zur heutigen Stempelstelle 100 ist der von Herrmannsacker. Am Weiler und Gasthaus „Zur Sägemühle“ findet ihr einige Parkplätze, von denen ihr keine 500 m laufen müsst. Der Weg lohnt übrigens. Denn von der Stempelstelle 100 habt ihr einen schönen Blick hinunter nach Herrmannsacker und sogar bis zum Kyffhäuser. Starten könnt ihr eine Tour zur Burg jedenfalls von…

  • Hainfeld (5,6 km)
  • Herrmannsacker, Parkplatz Sägemühle / L1038 (0,5 km)
  • Neustadt/Harz, Parkplatz Waldbad / Burgruine Hohnstein (5,0 km)
  • Stolberg (Harz), Parkplatz Thyratal (9,3 km)

* kostenpflichtig, ohne Sternchen kostenlos

Schon gewusst? Die Stempelstelle 100 Ebersburg stellt einen der elf Glücksplätze der HWN!

Nahe Stempelstellen ab der Ebersburg

Natürlich könnt ihr eine Tour zur Stempelstelle 100 mit weiteren Stempeln kombinieren. Nah sind zum Beispiel…

  • #092 Poppenberg mit Aussichtsturm (8,5 km)
  • #095 Ilfelder Wetterfahne (9,7 km)
  • #098 Burgruine Hohnstein (5,0 km)
  • #198 Glockensteine (5,8 km)
  • #216 Lutherbuche (7,9 km)
  • #218 Neustädter Talsperre (4,2 km)

Weitere Ziele ab der Stempelstelle 100

Weitere nahe Ziele betreffen vor allem die anderen Allzunah-Burgen. Allerdings ist von diesen in der Regel noch weniger übrig als von der Ebersburg. Mögliche Ziele wären jedenfalls…

  • Burg Friedenland (1,4 km)
  • Burg Schadewald (Hohe Allzunah) (1,8 km)
  • Burgplatz Niedere Allzunah (1,2 km)
  • Gänseschnabel (9,8 km)
  • Wall & Grabenreste Burg Lehnberg (1,9 km)
  • Wall- & Grabenreste Westliche Allzunah (1,0 km)

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