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Erste Brocken-Tour 2016 über Heinrich-Heine-Weg

Gut, meine Brocken-Wanderung über den Heinrich-Heine-Weg ab Ilsenburg ist schon zwei drei Wochen her, aber bisher hatte ich einfach keine Zeit. Also haue ich jetzt (endlich) in die Tasten und berichte euch von meiner ersten Brocken-Tour 2016.

Kleiner Brocken mit Sicht auf Brocken

Zuerst die Tour in der Grobfassung, wobei bekennende Brockenwanderer die wohl auswendig kennen. Ab Ilsenburg geht es durch das Ilsetal an der Ilse und den Ilsefällen entlang zur Bremer Hütte und von der zur Hermannsklippe auf dem alten Grenzweg über den Kleinen Brocken zum (großen) Brocken. Das Wetter war nicht gerade sonnig, aber es blieb trocken bei um die zehn Grad. Zum Wandern also eigentlich perfektes Wetter, zumal richtig angezogen. Kurz nach zehn machte ich mich dann auch auf den Weg, nämlich vom kleinen Wanderparkplatz Ilsetal. Kleiner Tipp: Ein paar Meter weiter ist ein größerer Parkplatz (direkt am Kletterwald), der zwar kostenpflichtig ist, dafür aber auch mehr Platz bietet.

Heinrich Heine nach & die Ilse flussauf

Egal, der Wagen ist geparkt, Jacke an, Rucksack auf, Kamera geschnappt und los. Das erste Schild (direkt am Parkplatz) macht prompt Hoffnung: 11,0 Kilometer (und die wieder zurück) bei knapp 900 Höhenmetern. Tatsächlich liegt Ilsenburg auf gerade mal 250 Meter ü NN, der Blocksberg hingegen auf? Richtig: 1.141 Meter, womit 891 Höhenmeter zu überwinden sind. Anders ausgedrückt: Pro Kilometer geht es auf dem Heinrich-Heine-Weg im Schnitt über 80 Meter bergan. Den ganz großen Hammer hebt sich der Heinrich-Heine-Weg aber bis zum Schluss auf. Also genau dann, wenn der Wanderer eh schon recht ausgepowert ist und sich auf das vermeintlich nahe Ziel freut.

Brocken Heinrich-Heine-Weg

Gott sei Dank ist das zumindest dem Erstbegeher des Heinrich-Heine-Weges nicht bewusst, also machen wir uns frohen Mutes und mit bester Wanderlaune auf den Weg. Der führt uns direkt über die Kopfsteinpflasterstraße zur munteren Ilse, die Stadt und Tal ihren Namen gab. Schon prangt uns ein Schildchen entgegen: Heinrich-Heine-Wanderweg. Die ersten Meter zum warmwandern sind recht entspannend und führen immer der Ilse entlang. Erst auf rechten Ufer, kurz darauf auf dem linken. Zuvor passieren wir die 1957 stillgelegte Untere Sägemühle sowie eine der vielen Heinrich-Heine-Weg Tafeln. Diese Tafeln erinnern an den großen deutschen Dichter und geben Passagen seiner Werke wieder.

Heinrich Heine, aus „Die Harzreise“:
„Dein Haupt will ich benetzen mit meiner klaren Well’;
Du sollst deine Schmerzen vergessen, du sorgenkranker Gesell.
Das ist nun die Ilse, die liebliche, süße Ilse.
Sie zieht sich durch das gesegnete Ilsetal,
an dessen beiden Seiten sich die Berge allmählich höher erheben.
Wie blinkt im Sonnenschein ihr weißes Schaumgewand!
Wie funkeln und blitzen ihre Diamanten.“

Heinrich-Heine-Weg: Ilsestein & Zanthierplatz

Eine weitere Tafel auf dem Heinrich-Heine-Weg informiert über die Nutzung des Ilsewassers zu früheren Zeiten, was ganz interessant für Geschichtsbegeisterte ist. Gleich hinter der Drahthüttenbrücke stoßen wir auf ein typisches Harzer Erbe, einen Stollen – wenn auch nur einen früheren Luftschutzstollen – im Bothofelsen. Wir jedenfalls folgen der Ilse nun auf dem linken Ufer und treffen schon bald auf das Brunnenhaus der Prinzess Ilse-Quelle. Ab hier geht es links ein Stück auf der Straße weiter, vorbei an der ehemaligen Blankschmiede zum Waldhotel „Am Ilsetein“.

Prinzess-Ilse-Quelle Ilsenburg Heinrich-Heine-Weg Brocken

Hier verlassen wir Ilsenburg, bisher waren wir nämlich immer noch in dem idyllischen Harzstädtchen unterwegs. Vor der Brücke biegen wir in den linken Weg ab und folgen dem Pfad. Ein grüner Balken weist uns übrigens den gesamten Weg auf Heinrich Heines Spuren. Schon erreichen wir den Ilsestein, der von unserer Position aus linker Hand weit in die luftige Höhe ragt. Eine Schautafel bringt uns auf dem Heinrich-Heine-Weg mal wieder etwas Poesie näher…

Heinrich Heine, aus „Die Harzreise“:
„Man erzählt, am Ilsestein sei ein verwünschtes Schloß,
in welchem die reiche Prinzessin Ilse wohnt,
die sich jeden Morgen in der Ilse bade und und wer so glücklich ist,
den rechten Zeitpunkt zu treffen, werde von ihr in den Felsen,
wo ihr Schloß sei, geführt und königlich belohnt!“

Über eine Brücke wechseln wir erneut das Ilseufer, folgen einige Meter dem breiten Forstweg, biegen rechts in einen schmaleren Weg ein und befinden uns auf dem Zanthierplatz. Dieser ist Oberforst- und Jägermeister Hans Dieter von Zanthier (1717 bis 1784) gewidmet, der 1764 in Ilsenburg die erste forstliche Lehranstalt in ganz Deutschland gründete. Von Zanthier gilt daher als einer der Wegbereiter der modernen Forstwirtschaft. Das nun folgende Teilstück zur Bremer Hütte heißt allerdings nicht Zanthier, sondern Bremer Weg – viele Teilabschnitte auf dem Heinrich-Heine-Weg tragen Eigennamen. Angelegt wurde der Bremer Weg jedenfalls bis 1911 vom Harzclubzweigverein Bremen. Gemeint ist tatsächlich die bekannte Hansestadt an der Weser, der Harz reicht halt weit über seine geographischen Grenzen hinaus.

Bremer Weg: Ilsefälle & Bremer Hütte

Zum Brocken sind es übrigens noch 8,9 Kilometer, viel geschafft haben wir also noch nicht. Entlang dem Bremer Weg geht es daher hurtig weiter, wobei der Weg stellenweise recht schmal ist. Gestandene Wanderer wissen zudem ihre Wanderschuhe zu schätzen. Schon geht es wieder über eine der vielen Brücken, über den bekannten Forstweg hinüber und Richtung Süden auf einem kleinen (aber rege genutzten) Wanderpfad direkt an der Ilse entlang weiter. Es geht kurz, dafür stetig mehr bergan und schon treffen wir auf einen Rastplatz samt einer weiteren Schautafel mit dem Hinweis auf die nahen Ilsefälle – natürlich in poetischer Heinrich-Heine-Form.

Heinrich Heine, aus „Die Harzreise“:
„Es ist unbeschreibbar, mit welcher Fröhlichkeit, Naivität und Anmut
die Ilse sich hinunterstürzt über die abenteuerlich gebildeten Felsstücke,
so daß das Wasser hier wild emporzischt und unten wieder über
die kleinen Steine hintrippelt, wie ein munteres Mädchen.
Ja, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinabläuft.“

Brocken Heinrich-Heine-Weg

Dichten konnte er, der liebe Heinrich. Weiter geht es, vorbei an einen weiteren Rastplatz und einem Heinrich-Heine-Denkmal zu den Ilsefällen. Die Gegend wird lichter, wir nähern uns der Roten Brücke (über dem Forstweg). Kurz zuvor sehen wir nach einer kleinen Wegbiegung endlich seine Majestät, den Brocken, König aller Berge in Nord- und Mitteldeutschland. Nach einem wehmütigen Lächeln, wie weit der Weg noch ist, folgt die nächste Schautafel samt Heinrich-Heine-Poesie.

Heinrich Heine, aus „Die Harzreise“:
„Fröhlich stieg ich den Berg hinauf.
Bald empfing mich eine Waldung himmelhoher Tannen,
für die ich, in jeder Hinsicht Respekt habe.
Diesen Bäumen ist nämlich das Wachsen nicht so ganz
leicht gemacht worden. Die meisten Bäume mussten mit ihren Wurzeln
die großen Granitblöcke umranken und mühsam den Boden suchen,
woraus sie Nahrung schöpfen können.“

Bremer Hütte: Harzer Wandernadel Nr. 6

Gleich darauf erreichen wir die Bremer Hütte, wo Stempeljäger der Harzer Wandernadel den Stempel Nummer 6 in ihren Wanderpass eintragen können. Ein Rastplatz lädt wieder zum erholen ein und erfreut mit einem sehnsüchtigen Blick auf den immer noch recht fernen Brocken. Zu dem sind es nämlich immer noch acht Kilometer, womit wir gerade mal ein Drittel des Heinrich-Heine-Wegs geschafft haben. Also, weiter geht’s dem weit oben thronenden Blocksberg entgegen. Unser Weg führt uns wie gehabt gen Süden hinein in hohen Nadelwald und das erste Stück wie zur Erholung ohne große Steigung, immer den grünen Balken hinterher.

Bremer Hütte Harzer Wandernadel 6

Plötzlich gabelt sich der Heinrich-Heine-Weg, nun wird’s interessant – beide tragen den grünen Balken. Doch der eine misst über acht Kilometer, der andere nur 5,4 Kilometer, wird allerdings als „steiler Aufstieg“ gemahnt. Was nun? Des Rätsels Lösung: Bis zur Bremer Hütte haben wir nicht ein Drittel, sondern schon rund die Hälfte des Heinrich-Heine-Wegs bewältigt. Wir folgen dem „steilen Aufstieg“, der nämlich führt uns zur Stempelsbuche und der Harzer Wandernadel Nummer 8.

Bis zur Stempelstelle gilt es allerdings wieder einige Höhenmeter zu schaffen, wobei der Weg mitunter recht trostlos durch einen abgestorbenen Geisterwald führt. Immerhin: Wegweiser verraten permanent den Weg, verlaufen können wir uns auf dem Heinrich-Heine-Weg eigentlich nicht. Schon taucht eine Schutzhütte vor uns auf, die sich auch prompt als Stempelsbuche entpuppt – von der nur leider nichts mehr zu sehen ist. Das nächste Teilstück heißt Hermannsstraße oder Hermannschaussee und führt vorerst durch deutlich weniger steiles Gelände.

Hirtenstieg: Letzte Etappe zum Brocken

Statt in südlicher geht es in westlicher Richtung weiter, 4,4 Kilometer verrät uns ein steinerner Wegweiser zum Brocken sowie 1,4 Kilometer zum nächsten Etappenziel, die Hermannsklippen. Irgendwann wird es wieder etwas steiler, doch schon erreichen wir erneut einen kleinen Rastplatz mit einladenden Bänken – die Hermannsklippe mit 747 Meter über null haben wir rechter Hand gerade passiert. Den Rastplatz jedenfalls gilt es zu nutzen, denn ab hier steht das letzte und härteste Teilstück des Heinrich-Heine-Weges an: der (inoffizielle) Kolonnenweg.

Stempelsbuche Harzer Wandernadel Nr. 8

Den wurde von den damaligen DDR-Grenztruppen angelegt und führt uns die letzten drei Kilometer steil zum Brocken bergauf, teilweise mit 20 und sogar 30 Prozent. Kein Wunder: am Rastplatz befinden wir uns auf gerade mal rund 750 Meter ü NN, es geht ab hier also fast 400 Höhenmeter hinauf. Offiziell heißt das nun folgende Teilstück übrigens Hirtenstieg. Der markiert nicht nur das letzte Stück des Heinrich-Heine-Wegs, sondern gleichzeitig des berüchtigten (weil noch härteren) Teufelsstieg von beziehungsweise nach Bad Harzburg. Egal, nach einer Pause und einer Wasserflasche später – trotz zehn Grad Celsius sind wir längst schweißgebadet – nehmen wir jenen Hirtenstieg in Angriff.

Die ersten Meter auf den mit typischen Betongitter befestigten Grenzweg sind noch recht harmlos. Die anfängliche Euphorie verfliegt jedoch rasch, denn es wird merklich steiler. Und steiler. Und noch steiler. Es dauert nicht lang, bis die Muskeln in den mehr und mehr erlahmenden Beinen rebellieren und es nur noch im müden Schleppgang voran geht. Irgendwann werden die Bäume kleiner, wir lassen die Bismarckklippen rechts liegen und erreichen nach einer scharfen Linkskurve die 900-Meter-Grenze. Ah, nur noch knappe 250 Höhenmeter. Wirklich ermutigend wirkt die Botschaft trotzdem nicht. Zumal vom Brocken nichts zu sehen ist. Eine Pause im Stehen, ein Blick rumdum. Rechts (Westen) winkt das Torfhaus, rückwärts (Nordwest) der Stausee der Eckertalsperre.

Noch 250 Höhenmeter auf den Blocksberg

Weiter geht’s, wir schleppen uns müde dem Blocksberg entgegen. Kurz darauf links am Heinrich-Heine-Weg aka Hirtenstieg eine Schutzhütte, gleich daneben der berühmte Eiserne Tisch. Der markiert den mageren Rest einer früheren Schutzhütte, die 1945 in den letzten Kriegstagen zerstört wurde – warum auch immer. Plötzlich mitten auf dem Heinrich-Heine-Weg in weißer Schrift: 1000 NHN. Das Hirn jubiliert und mobilisiert die letzten Energiereserven: nur noch 141 Höhenmeter.

Brocken Wanderung Hirtenstieg

Kurz darauf taucht in einer langen Linkskurve auch endlich der rot-weiß lackierte Sendemast auf, der den Brocken heute so typisch markiert. Kaum merklich geht es über den Kleinen Brocken (1.018 m) dem großen Bruder entgegen, das letzte Stück auf dem Heinrich-Heine-Weg hat es noch mal richtig in sich. Wir erreichen die Schienen der legendären Brockenbahn, die Vegetation ist längst auf Strauchwerk beschränkt. Ab den Gleisen sind es noch rund 800 Meter bei 50 Höhenmeter, das Brockenplateau lockt und scheint doch noch ewig fern. Nach wenigen Minuten ist es aber doch geschafft, elf Kilometer und fast 900 Höhenmeter sind bewältigt. Hurra, hurra, hurra!

Oben angekommen zeigt sich der Brocken als übervölkerter Touristenmagnet. Im 60-Sekunden-Takt wechseln Besuchergruppen und Wanderer vor dem bekannten Granitfelsen vor dem Brockenhotel und der Stasi-Moschee (dem früheren Horchposten der Stasi) für ein Erinnerungsfoto in 1.141 Höhenmeter ab. Kaum auf die Randhölzer gesetzt, – ich wechsel’ kurz mal in die Ich-Form – werde ich freundlich um das Knipsen eines Fotos gebeten. Dummerweise so humorvoll, dass ich nicht ablehnen kann: „Entschuldigung, Sie sehen so aus, als ob Sie wüssten, wo man auf den Auslöser drücken muss. Würden Sie ein Foto von uns machen?“. Ich sage lachend zu, baumelte doch meine eigene DSLR von meinem Hals herunter. Nach der Foto-Bitte einer weiteren Dame suchte ich dann trotzdem das Weite und schlendere zurück zur Bahnlinie am Heinrich-Heine-Weg. HWN-Stempler besuchen besser noch kurz das Brockenhaus, lockt hier doch der Stempel Nummer 9.

Retour über Rangerstation Scharfenstein

Nach einer Pause wird es Zeit für den Rückweg. Die Strecke, die wir uns zuvor hinaufschleppten, gilt es nun abwärts zu gehen. Was schlimmer ist, mag jeder selbst entscheiden. Fakt ist: Das Ziehen in den nun anstelle der Waden gequälten Oberschenkeln vergisst der Wanderer wohl ebenfalls nicht so schnell. An der Hermannsklippe angekommen, wählen wir eine Alternativroute über die Rangerstation Scharfenstein. Stempelwütige Jünger der Harzer Wandernadel wird es freuen, denn an der Rangerstation wartet der vierte Stempel unserer Tour, die Nummer 2. Wer nicht stempelt, darf sich auf ein Gasthaus mit Speis’ und Trank freuen.

Rangerstation Scharfenstein Harzer Wandernadel Nr. 2

Statt nach rechts in die Hermannschaussee (und somit in den Heinrich-Heine-Weg) geht es jedenfalls geradeaus gen Norden weiter, immer den Betonplatten nach. Zumindest wird der Weg immer weniger steil, das Schlimmste haben wir hinter uns. Nach einem Kilometer läuft der Berg auch scheinbar aus, wir treffen auf eine Wegkreuzung und blicken auf die nahe Rangerstation. Der Stempelkasten ist etwas versteckt auf der abgewandten Ostseite zu finden, Bänke und Tische locken zur Rast. Der weitere Rückweg führt über einen befestigten und relativ bequemen Forstweg durch den Wald, immer an irgendeinem gurgelnden Bach entlang, birgt allerdings sonst wenig Sehenswertes.

Irgendwann stehen wir auf einer weiteren Kreuzung, ein Stein weist uns den Weg rechts nach Ilsenburg. Nach einigen Hundert Metern erreichen wir eine bekannte Brücke, die wir am Anfang unserer Wandertour (samt unserem aktuellen Weg) überquert haben. Wir schlendern einfach geradeaus weiter, gleich nebenan sucht sich wieder die Ilse ihren Weg über Fels und Stein. Die Beine sind müde, der Kopf ebenfalls. Endlich taucht das Waldhotel „Am Ilsestein“ vor uns auf, Ilsenburg ist erreicht. Wir folgen der Kopfsteinpflasterstraße, die sich scheinbar endlos dahinzieht. Irgendwann erscheint dann doch der Parkplatz…

Fazit: Brocken über Heinrich-Heine-Weg

Im Fazit ist die Brockentour über den Heinrich-Heine-Weg zwar schwierig, aber auch schön. Anstrengend machen die Strecke weniger die 22 Kilometer Gesamtlänge, sondern eher die knapp 900 Höhenmeter. Die Rücktour über die Rangerstation Scharfenstein ist übrigens wie der Hinweg elf Kilometer lang, das nimmt sich also nix. Trotzdem hat mir der Rückweg im Gegensatz zum Hinweg nicht wirklich gefallen. Zum einen ist der Weg bergab bei dem Gefälle kein Spaß, meine Zehen mögen das gar nicht. Zum anderen ist die Hin-Wanderung durch das Ilsetal an der Ilse entlang eine so tolle Kulisse, mit welcher der Rückweg über den Scharfenstein nicht mal im Ansatz mithalten kann.

Brocken Wanderung über Heinrich-Heine-Weg ab Ilsenburg

Allerdings muss ich zugeben, dass ich den Scharfenstein – immerhin 696 Meter hoch – nicht bestiegen habe. Ab der Rangerstation ist das über einen schmalen und mitunter wohl sehr steilen Pfad möglich. Von oben soll der Scharfenstein eine tolle Aussicht zum Brocken, Torfhaus oder Eckertalsperre bieten, also ist der Berg sicher mal eine Extratour wert. Vielleicht ab Ilsenburg rüber nach Bad Harzburg und von da über den Brocken zurück? Mal schauen. Vorher nehme ich aber lieber noch mal den Heinrich-Heine-Weg vor und kehre über die Brockenstraße/Brockenbett, Gelben Brink, Zeternklippen, Plessenburg und Ilsestein – wo im Mittelalter eine kleine Burg und in unseren Zeiten ein mittlerweile geschlossenes Gasthaus (HWN #30) stand – nach Ilsenburg zurück. In dem Sinne, bis bald, Euer HarzerWanderGuiDE.

Zahlen zur Brocken-Wanderung ab Ilsenburg
  • Strecke gesamt: 22 km
  • Höhenmeter: 891 m (rauf und wieder runter)
  • Zeitaufwand: rund 7 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: schwer (aber schön)
  • Stempelstellen HWN: Bremer Hütte #6, Stempelsbuche #8, Brockenhaus #9, Rangerstation Scharfenstein #2

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