HWN 190 – Bergrat-Müller-Teich

Der Bergrat-Müller-Teich ist ein künstlicher Stauteich und wurde vor über 260 Jahren für den damaligen Bergbau angelegt. Mittels einem Erdschüttdamm staut der Teich eine Wasseroberfläche von 1,3 Hektar auf einer Höhe von 500,3 m ü. NHN (bei Stauziel). Als Zu- wie Abfluss dient wie dem benachbarten Erichsburger Teich der Friedenstalbach, der wieder in die Selke abfließt.

Bergrat-Müller-Teich Harzer Wandernadel Nr. 190

Gelegen im Stadtgebiet Quedlinburg (Landkreis Harz/Sachsen-Anhalt) nahe Friedrichsbrunn schmiegt sich der Bergrat-Müller-Teich an den Südhang des Harzer Ramberg, einem ausgedehnten Granitmassiv zwischen Friedrichsbrunn/Thale, Mägdesprung und Alexisbad (Harzgerode) sowie Bad Suderode und Gernrode (Quedlinburg). Außerdem liegt der Bergrat-Müller-Teich im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Nördlich des Teichs erhebt sich die Viktorshöhe (zweithöchste Kuppe des Ramberg) mit ihren beiden Teufelsmühlen.

Daten Bergrat-Müller-Teich

  • Zufluss: Friedenstalbach
  • Abfluss: Friedenstalbach
  • Sperrentyp: Erdschüttdamm
  • Bauzeit: 1737 bis 1738
  • Oberfläche: 1,3 Hektar
  • Höhenlage: 500,3 m ü. NHN (Stauziel)

Namensgeber: Bergrat Müller legt einen Teich an

Wie erwähnt wurde der Bergrat-Müller-Teich eigens für den Bergbau angelegt und zwar zwischen 1737 bis 1738 vom Bergrat Müller, der somit als Namensgeber diente. Der Teich sicherte den Bergleuten wie der schon 1709 angestaute Erichsburger Teich Wasser für ihre sogenannte Wasserkunst, mit der eindringendes Sicker- und Grundwasser durch Wasserkraft „gehoben“ wurde.

Koordinaten Name: 51° 40′ 46.13″ N, 11° 3′ 54″ E

Mit dem gestauten Wasser des Bergrat-Müller-Teichs wurden Wasserräder betrieben, die mittels Pumpen die nahe Grube Fürst Karl Wilhelm entwässerten. In jenem Bergwerk wurde zwischen 1708 und 1741 Pyrit, Flussspat und Kupferkies abgebaut. Allein vom Kupferkies baute die Grube pro Jahr 12.000 Tonnen ab, die wieder um die 25 Tonnen reines Kupfer ergaben. Ebenfalls von alten Bergbau-Zeiten zeugt ein naher (heute stark verwachsener) Steinbruch, in dem der für den Ramberg typische Granit zutage tritt.

Wandern zur Stempelstelle 190 Bergrat-Müller-Teich

Der Bergbau gehört mittlerweile zur Harzer Geschichte, dafür erinnert die Harzer Wandernadel an jene längst vergangene Epoche. Als Stempeljäger können Sie am Bergrat-Müller-Teich den Stempel Nr. 190 ergattern, der obendrein zu den 22 Bergbau-Pflichtstempeln des Harzer Steiger zählt. Installiert ist der Stempelkasten in einer Schutzhütte am Ostufer des Teichs. Am leichtesten erwandern Sie den Bergrat-Müller-Teich von Friedrichsbrunn, längere Strecken bieten sich von Alexisbad, Güntersberge oder dem Gasthaus Sternhaus Ramberg an.

  • Alexisbad (6,6 km)
  • Bad Suderode (8,9 km)
  • Bremer Teich (3,6 km)
  • Friedrichsbrunn/Parkplatz Ortsausgang Gernrode (2,2 km)
  • Gernrode (8,5 km)
  • Güntersberge (8,8 km)
  • Harzgerode (9,5 km)
  • Mägdesprung (6,2 km)
  • Siptenfelde (4,8 km)
  • Gasthaus Sternhaus Ramberg (5,5 km)

Nahe Stempelstellen ab Bergrat-Müller-Teich

  • HWN #184 Bärendenkmal (2,4 km)
  • HWN #189 Große Teufelsmühle (1,3 km)
  • HWN #191 Laubtalblick (2,5 km)
  • HWN #196 Bremer Teich (3,6 km)
  • HWN #187 Lauenburg (6,8 km)

Weitere Wanderziele ab Bergrat-Müller-Teich

  • Burgruine Erichsburg (1,1 km)
  • Forsthaus Uhlenstein (3,1 km)
  • Viktorshöhe (1,6 km)

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