Stierbergsteich – Harzer Wandernadel 48

Der Stierbergsteich liegt auf 555 m ü. NN zwischen Trautenstein und Rothesütte. Seinen Namen bekam der Teich vom Stierberg (602 m ü. NN), an dessen Westhang er liegt. Außerdem gilt der Teich als Stempelstelle 48 der Harzer Wandernadel.

Stierbergsteich Harzer Wandernadel Stempelstelle 48

Der kleine Teich misst 80 Meter Länge bei bis zu 60 Meter Breite. Gespeist und entwässert wird er vom Dammbach, einem Nebenarm der Rappbode. Wie viele Teiche im Harz wurde auch der Stierbergsteich künstlich geschaffen. Die Bergleute im Mittelalter nutzen Wasser als Energiequelle. Mit Aufschlagwasser betrieben diese nämlich große Wasserräder. Diese wieder Pumpen. So wurde aus den Gruben Grund- und Sickerwasser gepumpt. Wasser wurde also mit Wasserkraft gehoben. Noch heute erinnert an vielen Orten eine solche „Wasserkunst“ an den früheren Bergbau. Zum Beispiel im Thumkuhlental bei Wernigerode.

Stierbergsteich: Bergbau & Harzer Wandernadel 48

In der Region rund um den Stierbergsteich wurde jedenfalls nach Roteisenerz geschürft. Ebenfalls bekannt als Hämatit, Eisenglanz, Specularit oder Roteisenstein. Da Hämatit zu 70 Prozent aus Eisen besteht, wird es vor allem als Rohstoff (Eisenerz) genutzt. Ebenso wie als Poliermittel oder Korrosionsschutz. Obendrein ist das Mineral ein wichtiges, weil ungiftiges Pigment. Schon in der Altsteinzeit wurde Roteisenerz für Höhlenmalereien genutzt. Oder zur Körperbemalung. Zuletzt ist Hämatit als Schmuckstück beliebt. Denn nach einer Politur zeigt das Mineral einen besonders schönen metallischen Glanz.

Stierbergsteich Harzer Wandernadel Stempelstelle 48

Heute dient der Teich vor allem als Rastplatz und Stempelstelle der Harzer Wandernadel 48. Der Stempel ist in einer Hütte am Südostufer direkt am Weg montiert. Mitten durch den Teich verläuft die Grenze der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen. Außerdem die Grenze der Landkreise Harz und Nordhausen. Neu ist eine solche Grenze nicht. Schon früher verlief nahe dem Teich die Grenze der Königreiche Hannover und Preußen. Davon zeugt bis heute ein alter Grenzstein auf dem Damm des Stierbergteich. Zum Dritten befindet sich hier die Grenze der Naturparks Harz (Sachsen-Anhalt) und Südharz (Thüringen). Da sich der Teich im Privatbesitz befindet, sind weder angeln noch baden erlaubt.

Wandern zur HWN Stempelstelle 48

Als Start für eine Wanderung zur Stempelstelle 48 der HWN eignen sich mehrere Orte. Zum Beispiel der Sophienhof, wo die HWN die Stempelstelle 97 unterhält. Die kürzeste Tour beginnt an der Landstraße auf halber Strecke zwischen Rothesütte und dem Sophienhof (HWN 97). Geparkt nahe „Am Stein“ sind es nur gut 600 Meter bis zur Harzer Wandernadel 48.

Koordinaten Stierbergsteich
Stempelstelle Harzer Wandernadel 48
WGS84: 51° 38′ 28″ N, 10° 45′ 23″ E
51.64111°, 10.75639°
UTM: 32U 621535 5722584

  • Benneckenstein (5,0 km)
  • Eisfelder Talmühle (5,4 km)
  • Netzkater (7,4 km)
  • Rothesütte (3,0 km)
  • Sorge (8,7 km)
  • Tanne (9,4 km)
  • Trautenstein Parkplatz Dammbachtal (6,4 km)
  • Ziegenalm Sophienhof (3,1 km)

Nahe Stempel ab der Harzer Wandernadel 48

Aufgrund seiner Lage lohnt es, die Wanderung zum Teich mit weiteren Stempeln zu verbinden. Fitte Wanderer können auf einer Tagestour von gut 20 km gleich fünf sechs Stempel ergattern. Neben der #48 beispielsweise die Stempel #47, #50, #51, #97 und sogar #49.

  • #047 Oberharzblick (2,7 km)
  • #049 Grüntal (6,9 km)
  • #050 Walzenhütte (3,6 km)
  • #051 Carlsturm (4,7 km)
  • #092 Poppenberg mit Aussichtsturm (11,2 km)
  • #093 Dreitälerblick (8,5 km)
  • #095 Ilfelder Wetterfahne (9,9 km)
  • #096 ehemalige Steinmühle (5,9 km)
  • #097 Ziegenalm Sophienhof (3,1 km)

Weitere Ziele ab dem Stierbergsteich

  • Dreiländerblick (1,9 km)
  • Dreiherrenstein (1,6 km)
  • Dreiländerstein (4,4 km)
  • Fünfkantstein (2,2 km)
  • Rehkopf Aussichtspunkt (2,2 km)

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