Harz-Tipp des Monats 18/01: Der Hohnekamm

Das neue Jahr hat begonnen, der erste Monat ist quasi vorbei. Höchste Brockenbahn also, euch meinen ersten Harz-Tipp des Monats anno 2018 zu nennen. Ich „nominiere“: den Hohnekamm bei Drei Annen Hohne.

Hohnekamm im Winter

Hohnekamm. Für mich ist der „Kamm“ – das Bild oben zeigt den Hohnekamm von Elbingerode aus – so etwas wie Harz pur. Verschlungene schmale Pfade, viele Felsen, massiver Granit. Dazwischen knurrige Wurzeln, ebenfalls knurrige Bäumchen, Totholz und noch mehr Fels. Abgerundet ist das Ganze schließlich mit ein paar trotzigen Klippen. Die Hohneklippen. Welche das sind? Diese hier:

  • Bärenklippe (870 m)
  • Leistenklippe (900,6 m)
  • Grenzklippe (886 m)
  • Höllenklippe (863 m)
  • Landmannklippe (840 m)

Harz-Tipp des Monats Januar: Hohneklippen

Die „Folge“ bestimmt der Weg oben auf dem Hohnekamm von Drei Annen Hohne bzw. dem Hohnehof kommend. Vier der Klippen stellen eine Besonderheit dar. Und zwar…

  • Bärenklippe
    Gleich die erste Klippe hebt sich von ihren „Kollegen“ ab. Alle Hohneklippen formte Mutter Natur typisch Harz aus Granit. Oder vielmehr fast alle. Denn die Bärenklippe ist die berühmte Ausnahme von der Regel. Die Bärenklippe besteht nämlich aus Tonschiefer.
  • Leistenklippe
    Die zweite (und höchste) der Hohneklippen ist wiederum begehbar. Oben habt ihr eine tolle Aussicht auf den Harz (Bild unten). Vor allem natürlich auf den Wurmberg und Gevatter Brocken (Bild noch weiter unten). Davon ab ist die Leistenklippe eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Und zwar die Nummer 15. Wisst ihr natürlich :-)
  • Hohnekamm: Ausicht von der Leistenklippe

  • Höllenklippe(n)
    Zur Höllenklippe bzw. vielmehr zu den Höllenklippen (Mehrzahl) gibt es wieder eine Sage. Eine Sage über drei wunderschöne, aber leider ebenso arrogante Jungfrauen. Kurz und knapp: Den Mädels war kein Kerl gut genug. Daher verzauberte eine Hexe alle drei in Felstürme. Zwei davon stehen bis heute. Die Sage findet ihr auf Stempelstelle Leistenklippe.
  • Landmann
    Zuletzt ist die Landmannklippe interessant. Oft übrigens einfach Landmann genannt. Jedenfalls ist die Klippe mit einem Gipfelbuch „gekrönt“. Wenn ihr hochkommt, dürft ihr euch also mit eurem Namen „verewigen“. Nur müsst ihr dazu etwas klettern. Eine Bergsteigerausrüstung ist aber nicht nötig.

Hoch und runter: Wege zum Hohnekamm

Wobei der Landmann nicht ganz so einfach zu finden ist. Wenn ihr ab der Leistenklippe weiter gen Grenzklippe (Nord) steuert und dem Pfad folgt, findet Ihr linker Hand noch mal einen letzten Abstieg. Quasi geradeaus geht ein Pfad weiter, der zwischen dem Gebüsch gut erkennbar ist. Dieser (inoffizielle) Weg führt euch zum Landmann, ist allerdings nicht mehr ausgezeichnet. Ab und an findet ihr jedoch auf Felsbrocken oder Baumstämmen einen roten Kreis oder auch Pfeile gepinselt. Irgendwann steht ihr dann vor dem Landmann, der aber leider ebenfalls nicht (mehr) markiert ist. Ganz ehrlich: Auch ich habe bisher zwei Mal den Landmann verpasst. Beim letzten Mal muss ich davor gestanden haben, hab’ jedoch keinen Weg „ran“ gefunden. Im neuen Frühjahr versuche ich erneut mein Glück :-)

Hohnekamm Leistenklippe: Sicht auf den Brocken

Tja, was gibt’s sonst noch zum urigen Hohnekamm zu sagen? Der Kamm misst rund drei Kilometer. Alle Klippen zählen zu den sogenannten Harzklippen. Von Drei Annen Hohne sind es bis zur Leistenklippe gut vier Kilometer – leider durchweg bergan. Der einfachste Weg? Das dürfte der über den Hohnehof und dann über Kirchstieg und Von Eichendorff-Stieg sein. Kleines Aber: Der Von Eichendorff-Stieg ist relativ schlecht als Weg erkennbar. Haltet euch am besten immer bergan. Nach zehn bis 15 Minuten müsstet ihr auf einen Forstweg treffen. Hier geht es links und dann 200 Meter später schon wieder rechts. Hier stehen allerdings jeweils Wegweiser. Der weitere Weg hinauf zum Hohnekamm bzw. zur Leistenklippe ist gut ausgeschildert.

Nahe Stempelstellen zum Hohnekamm

Als Stempeljäger lohnt es für euch zudem, den Stempel Leistenklippe mit weiteren nahen Stempelstellen zu verbinden. Den Hohnehof (HWN 174) hab’ ich euch schon genannt. Anschließend könntet ihr den Hohnekamm über den Moorstieg verlassen und den Ahrensklint (HWN 13) ansteuern. Dann zurück über den Trudenstein (HWN 17) nach Drei Annen Hohne. Wenn ihr fit sein, könnte ihr sogar zum Brocken hinauf (HWN 009). Stichwort: Glashüttenweg. Oder ihr verlasst den Hohnekamm gen Ost über den Beerenstieg und erkundet die Hohnsteinklippen sowie den Ottofelsen (HWN 27). Auch das urige Gasthaus Steinerne Renne (HWN 28) ist dann nicht mehr allzu fern. Doch Obacht: Der Beerenstieg ist mitunter recht steil und erfordert entsprechend Trittsicherheit. Alternativ könnt ihr den Hohnekamm gen Hohnehof hinunter und schlagt dann zum Ottofels einen kleinen Bogen.

Aussicht vom Hohnekamm auf den Harz

Optionen habt ihr auf einer Tour zum Hohnekamm also genug. Wobei euch die Aussicht speziell von der Leistenklippe sicher begeistern wird. Kleiner Tipp: Im Winter – wie gerade jetzt – solltet Ihr Wanderstöcke* und Schneeschuhe* einpacken. Ich hab’ es die Tage gerade erst wieder erlebt. „Unten“ in drei Annen Hohne lag kaum Schnee, auf dem Hohnekamm sackte ich dann bis zu den Knien ein. Die Dummheit mach’ ich nicht wieder. Da bleibt ganz schnell der Spaß auf der Strecke. Zumal es auch noch furchtbar nasse Füße gibt. Gamaschen* sind daher ebenfalls eine gute Idee. Auf Amazon übrigens schon für rund 15 Euro.

Das war mein erster Harz-Tipp des Monats zum neuen Jahr. Okay, zum nicht mehr ganz so neuen Jahr :-) Habt trotzdem viel Spaß. Kommentare sind ebenfalls willkommen.

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