Harz-Tipp des Monats: Achtermann Braunlage

Letzten Monat habe ich meinen Harz-Tipp ausgelassen. Zum September aber setze ich meine neue Serie fort. Und zwar mit einem Knaller. Mein Harz-Tipp des Monats: der Achtermann. Oder eben die Achtermannshöhe bei Braunlage.

Die Achtermannshöhe bzw. kurz Achtermann bei Braunlage. Wer sie nicht kennt, hat wirklich etwas verpasst. Wie schrieb ein Facebook-User so schön?

„Ein echtes „Gipfelgefühl“ – viel origineller als auf dem oft überlaufenen Brocken.“

Achtermann Aufstieg

Ohne große Worte: Der Mann hat Recht. Aber so was von. Zugegeben: Die Tage war ich selbst das erste Mal auf dem Achtermann. Aber mit Sicherheit nicht das letzte Mal. 924,7 m ü. NN bietet die „Höhe“ eine tolle Rundumsicht. Brocken, Wurmberg, Torfhaus, Harz. Fantastisch. Zumal die Höhe eben nicht nur eine Kuppe ist – wie der Brocken. Sondern richtig Fels. Einfach urig. Natur pur. Inklusive ihrer Wildheit und irgendwie auch Brutalität. Pures Gestein eben. Ohne Schickimicki wie auf dem Brocken. Nix mit Hotel, Bahnhof, Gaststube und Gulaschkanone.

Achtermannshöhe: 924,7 Meter über Null

Noch besser: Auf dem Achtermann tummeln sich keine Menschenmassen. Ich sag’s immer wieder: Wenn ich mich mal zu einer Brockentour überwinde, bin ich schnell von den Horden abgetörnt. Die pure Völkerwanderung im Harz. Samt Kinderwagen, Buggy und Flipflops. Das findet ihr auf dem Achtermann nicht. Logo, „leer“ ist auch die Achtermannshöhe nicht. Das wäre echt ein Wunder bei diesem geilen Wanderziel. Aber es hält sich in Grenzen.

Bei meiner Samstag-Tour habe ich direkt am Achtermann vielleicht 20 Wanderer getroffen. Wanderer. Keine Touris, die „mal eben“ zum Brocken hoch machen. Und dafür nicht mal eine Flasche Wasser beihaben. Davon ab bietet die Achtermannshöhe genug Platz, dass sich die Besucher verteilen. Zumal von den 20 Wanderern nur die Hälfte „oben“ war. Die andere Hälfte machte dagegen gemütlich am Rastplatz unter der Höhe Rast. Es ist also relativ ruhig auf dem Berg. Im Vergleich zum Brocken sogar extrem ruhig. Top.

Achtermann Sicht auf Brocken

Tja, was gibt es sonst noch zur Achtermannshöhe zu sagen. Der Berg liegt wie gesagt knappe 925 über Null. Oben stört dank einer baumfreien Kuppe quasi nichts die Aussicht. Allerdings könnte es etwas zugig sein. Eine Jacke ich also nicht schlecht. Bei richtig bösen Wetter findet ihr eine Schutzhütte direkt am Fuß des Bergs gleich neben dem Aufstieg. Für diesen heißt es übrigens ein bissel kraxeln. Hier zeigt der Berg, das er zum Brockengranit gehört. Aber keine Bange, so schlimm ist der Aufstieg nicht. Im Gegenteil. Es geht eher geruhsam hinauf. Nur halt über Geröll und Steinbrocken statt auf einem bequemen Forstweg.

Achtermann: HWN Stempelstelle Nummer 12

Eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel gibt es an der Achtermannshöhe ebenfalls. Und zwar die Nummer 12. Kleiner Hinweis: Ihr seit hier schon mitten im Nationalpark Harz. Heißt: Es besteht erstens ein Wegegebot. Zweitens ist das Pflücken jeglicher Pflanzen – egal ob geschützt oder nicht – verboten. Also Vorsicht, wenn ein Ranger in der Nähe ist.

Und wie könnt ihr nun selbst zum Achtermann kommen? Das ist einfach. Der kürzeste Weg geht vom Königskrug gen Nord. Es gibt sogar zwei Alternativen. Einen bequemen Weg mit etwas über 2,5 km. Sowie einen etwas schwierigeren (weil steileren) Weg über 2,0 km. Wobei der Weg nicht so schwierig ist. Nur halt uriger. Quer auf einen Pfad durch den Wald und über Gestein. Trittsicherheit und anständige Schuhe sind hier natürlich von Vorteil, nur als Tipp. Ihr könnt auch von Oderbrück starten, die Strecke ist ungefähr die gleiche. Parkplätze gibt es am Königskrug ebenso wie bei Oderbrück genug. Wer anschließend was futtern mag, ist wohl mit dem Königskrug besser bedient. Fragt mich aber nicht, wie das Essen ist.

Achtermann Abstieg mit Brockenblick

Ich dagegen bin vom Oderteich los. Von da wanderte ich über den Planweg zum Königskrug, dann hoch zum Achtermann. Selbstredend über den schwierigen Weg. Von da bin ich weiter zum Dreieckigen Pfahl und von dort wieder in einem Bogen nach Oderbrück. Entlang des Oderteichs kam ich gegen Abend wieder am Wanderparkplatz Oderteich an. Tolle Runde über gut 16 km. Ein Bericht kommt die Tage. Oderteich und Dreieckiger Pfahl bieten euch zudem gleich zwei weitere Stempel. Nämlich 217 sowie 168. Macht mit der Achtermannshöhe dann also insgesamt drei.

Das war’s. Viel Spaß beim wandern. Den Achtermann bereut ihr nicht. Ich jedenfalls komme garantiert wieder. Na ja, ich muss. Ich Depp hab’ daheim doch glatt meinen Wanderpass vergessen 😉

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