Carlsturm: 5-Stempel-Tour bei Trautenstein

Fünf HWN Stempel auf einer Tour? Kein Problem – wenn die Gegend passt. Zum Beispiel Trautenstein. Hier locken Walzenhütte (50), Oberharzblick (47), Stierbergsteich (48), Ziegenalm (97) sowie Carlsturm (51). Auf einer 17 km langen Rundtour!

Endlich: Nach einem grauen Oktober sowie einem tristen Start in den November lockte mal wieder gutes Wetter. So konnte ich meine verpatzte Grüntal-Tour wiederholen. Nur etwas anders… Das Grüntal ließ ich ganz weg. Erstens, weil ich den Stempel schon auf meiner letzten Grüntal Wanderung einheimste. Zweitens, weil die Stempelstelle nicht unbedingt der große Hammer ist. Drittens führt die erste Etappe auch noch direkt an der Straße entlang. Nee, danke.

Wanderparkplatz Dammbachtal Trautenstein Harz

Also bastelte ich mir eine neue Tour. Und zwar diese:

So die graue Theorie zur „Carlsturm im Herbst“ Tour. Denn es sollte mal wieder anders kommen. Logo. Sogar ein kleines Drama sollte ich auf meiner Tour erleiden. Wusste ich natürlich vorher nicht. Kurz vor zehn parkte ich daher noch frohen Mutes im Dammbachtal. Die Zufahrt zum Wanderparkplatz ist von Benneckenstein oder Tanne kommend rechts vor dem Café Dammbachtal. Gleich hinter der Ortseinfahrt Trautenstein. Von Hasselfelde dagegen geht es bis zur Ortsausfahrt durch Trautenstein durch. Und dann gleich hinter dem Café Dammbachtal links rein. Schon geht’s über die Rappbode und dann immer den Forstweg nach. Bis zum Wald. Die Bushaltestelle ist übrigens ebenfalls recht nah. Von hier sind’s bis zum Parkplatz Dammbachtal um die 900 Meter. Die Anreise ist also auch ohne Auto kein Problem.

Dammbachtal, Walzenhütte und Oberharzblick

Ich jedenfalls machte mich gleich in die Spur. Bei strahlend blauen Himmel (zumindest im Rücken), dafür aber nur drei Grad. Und zwar MINUS. Kein Witz. Tatsächlich ist oben im Harz schon alles weiß. Ist ja auch November. Gott sei Dank hatte ich schon Samstag mal einen kurzen Abstecher „hoch“ gemacht. Kaum die Stiege rauf wird es Winter. Bei uns in Blankenburg ist von dem noch nix zu sehen. Egal. Es war jedenfalls frisch. Also zieht euch besser gut an, wenn ihr derzeit im Harz wandert. So, und jetzt endlich zur Tour…

Vom Parkplatz geht es zuerst immer der Nase nach gen Süden. Über den Ochsenkopf. Alles gut ausgeschildert. Tatsächlich ist die erste Etappe sogar eher langweilig. Bäume rechts, Bäume links. Nach einer halben Stunde scheint sich der Weg zu teilen. Drum herum viele viele Bäume. Schön eingemümmelt in Schnee. Mmh, versteckt sich dahinter etwa die Walzenhütte? Bingo. Die erste Stempelstelle der Harzer Wandernadel ist erreicht. Nämlich die Nummer 50. Bei meiner Tour im September war der Stempel kaputt. Habe ich heute Glück? Noch mal bingo. Der Stempel ist heil. Und im Wanderpass.

Walzenhütte Harzer Wandernadel Stempelstelle 50

Ohne große Pause geht es direkt weiter. Die Kreuzung führt in viele Richtungen, wir wollen zum Stollborn. Aus der Hütte kommend ist das Weg quasi geradeaus rechts. Ein Schild weist den Weg. Gleich darauf führt eine Brücke über die Gleise der HSB. Warten lohnt aber im November nicht. Da die HSB die Gleise wartet, dampfen hier erst wieder im Dezember Loks lang. Gut zu wissen – wenn man nicht umsonst frieren will. Als weiter zum Stollborn. Der mag sich interessant anhören. Ist aber nur eine weitere Kreuzung. Und nach vielleicht einer Viertelstunde erreicht. Zum Oberharzblick geht es geradeaus. Immer den Hauptweg lang. Samt einem leichten Knick nach rechts.

Stierbergsteich und Harzer Wandernadel 48

Schon ragt in der Ferne ein Hochstand auf. Daneben ein Pfosten mit einem Kasten drauf. Genau, die (neue) Stempelstelle 47. Oberharzblick am Buchenberg. Den umrunden wir nämlich gerade. Auch dieser Stempel war auf meiner letzten Tour defekt. Doch ich habe erneut Glück. Stempel Nummer zwei ist im HWN Pass. Nur: Stand hier vor ein paar Wochen nicht eine Bank? Nix zu sehen. Eigentlich wollte ich hier eine kleine Rast machen. Bissel Tee schlürfen. De Ausblick genießen. Also Planänderung. Zumal der Brocken nicht wirklich gut zu sehen ist. Trotz tollem Wetter ist die Weitsicht recht unklar. Der Wurmberg verrät sich mit seiner breiten Schneise. Der Brocken ist vom Wurmberg gleich rechts.

Oberharzblick am Buchenberg Harzer Wandernadel Stempelstelle 47

Es geht den Weg weiter entlang. Verlaufen geht eigentlich nicht. Schon bald taucht eine Futterkrippe für Wild auf. Später die Schutzhütte Buchenberg. Kurz darauf wieder eine Kreuzung. Es geht geradeaus. Gen Rothesütte sowie Sophienhof, grünes Dreieck. Gleich darauf unscheinbar rechts vom Weg ein alter Grenzstein. Hier verlief einst die Grenze der Königreiche Preußen (KP) und Hannover (KH). Ab 1866 war das Königreich Hannover dann aber auch preußisch und zur Provinz Hannover degradiert.

Heute dagegen verläuft hier die Grenze der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen. Unbemerkt betreten wir hier also thüringischen Boden. Keine hundert Meter weiter die nächste Kreuzung. Groß prangt ein Schild Sophienhof. Und zwar nach links. Genau da geht’s lang. Weiter geht es also durch den verschneiten Harzer Wald. Doch nicht weit. Gute zehn Minuten später zweigt der Weg leicht links ab. Ein Teich. Just im November vereist. Rechts kurz darauf auf einer kleinen Anhöhe eine Hütte. Der Stierbergsteich. Somit der Stempel Nummer 48. Und endlich eine kleine Rast. Ein Schluck warmer Tee tut jetzt richtig gut. Der Müsliriegel dagegen ist knüppelhart. Gefroren! Also knabbern wir wie die Hasen 🙂

Ziegenalm Sophienhof & Harzer Wandernadel 97

Jetzt im Winter mit Eis zeigt sich der Teich übrigens recht idyllisch. Das habe ich zuletzt im September vermisst. Und erstmals auf meiner Tour begegnen mir hier heute andere Wanderer. Doch nicht allein unterwegs. Trotzdem deutlich ruhiger. Nach der Pause mache ich mich auf, den Teich mal genauer zu erkunden. Auf dem Deich gegenüber war ich das letzte Mal nicht. Also hin. Hier ein Foto, da ein Foto. Dann die tolle Idee: Näher ans Wasser. Doch die Idee ist nicht so toll. Da geht’s gut zwei Meter abwärts. Zwar liegt hier mal kein Schnee, doch die Erde ist nass. Schon beim ersten Schritt reißt es mir die Füße weg. Geschwind geht es abwärts. Irgendwie kann ich doch bremsen. Einen Meter weiter und ich hätte ein verdammt kaltes Bad genommen. Glück gehabt.

Stierbergsteich Harzer Wandernadel Stempelstelle 48

Die schmutzigen Hände trockne ich mir uncharmant an meiner Hose. Die ist jetzt eh verdreckt. Zurück auf dem Deich hilft mir Schnee, meine Hände zu „waschen“. Kalt, aber effektiv. Ein paar Fotos später kehre ich zur Hütte zurück. Da geht es nämlich zum Sophienhof. Beziehungsweise zur Ziegenalm. Der Weg ist eher wenig spektakulär. Es geht leicht bergan, dann gleich wieder links in den Wald hinein. Im Winter ist hier nix mit wandern. Dann gehört die Loipe Langläufern. So viel Schnee liegt aber heuer noch nicht. Dafür weist uns die Sophienhof Loipe den Weg. Danke.

Also links. Und ein paar Minuten später schon wieder rechts. Den Berg hinauf. Durch den weißen Wald. Der lichtet sich aber schon nach gut 20 oder 30 Minuten. Sophienhof: links. Immer dem grünen Kreis nach. In der Ferne tauchen Häuser auf. Mmh… ein Ort? Ein Blick auf die Karte zeigt tatsächlich Häuser. Alles klar, passt. Also weiter der Nase nach.

Durch Sophienhof zur Ziegenalm HWN 97

Schon geht es leicht bergab. Eine Kreuzung taucht auf. Sophienhof rechts (logo). Nach links (blaues Kreuz) geht es dagegen nach Trautenstein. Und dem Carlsturm. Unser Weg – nach der Ziegenalm. Denn die gilt es nun erst mal zu finden. Also rein nach Sophienhof. An einer Weide entlang geht der Weg in eine kleine Straße über. „Vorn“ an der Hauptstraße wenden wir uns rechts und leicht bergab. Bis runter zu einer Art Parkplatz samt Kreisel. Dann wieder links, am „Altes Amt“ vorbei. Forstlicher Dienstsitz Zanthiers? Der Name ist bekannt. Am Heinrich-Heine-Weg ab Ilsenburg zum Brocken hinauf gibt es ebenfalls eine Zanthierplatz.

Ziegenalm Sophienhof Stempelstelle Harzer Wandernadel 97

Schon tauchen weitere Weiden auf. Statt Ziegen sehe ich jedoch nur Schafe?! Dahinter ein Gebäude, die Ziegenalm. Letzten Endes nur ein Gasthaus eben mit ein paar Schafen drum herum. Der Stempelkasten Nummer 97 ist rechter Hand an einem kleinen Nebengebäude angebracht. Und schon im Pass eingetragen. Da mich hier nichts hält, mache ich prompt kehrt. Die Ziegenalm ist mehr was für Familien mit Kindern.

Also zurück in den Ort, in die kleine Seitenstraße hinein und raus aus Sophienhof. Wir kommen zur Kreuzung gen Trautenstein (blaues Kreuz). Hier geht’s erst einmal gescheit bergab. Dann über die Schienen der HSB. Die Gleise sind verschneit, hier fährt derzeit tatsächlich kein Zug. Über die Gleise geht es weiter bergab. Danach links, Sophienhofer Stieg (blaues Kreuz, gelbes Dreieck). 100 Meter weiter dann der Schock. Carlsturm rechts (blaues Kreuz). Ein kleiner Pfad schlängelt sich munter eine Anhöhe hinauf. Oh je…

Auf geht’s. Die nasse Erde macht es nicht einfacher. Bin ich froh über meinen Wanderstock. Wie queren einen Forstweg. Doch der „Stieg“ führt geradeaus. Und jetzt bergab. Ein Schlenker nach links, dann einer nach rechts. Gott sei Dank überall Schilder. Eine kleine Brücke, wieder ein Forstweg. An dem versteckt die Schutzhütte Lochtal. Eine kurze Rast lockt.

Carlsturm, HWN 51 und ein falsches Kreuz

Nach einem Schluck Wasser geht es weiter den Stieg entlang. Wieder bergan mitten durch den Wald. Und wieder eine Kreuzung, wieder geradeaus. Immer gen Trautenstein. Nur wenige Meter zweigt rechts ein Weg ab. „Carlshaus Turm“, gelber Kreis. Also rechts. Und schon geht es wieder auf einen Pfad bergan. Seit Sophienhof muss das Herz ganz schön pumpen. Plötzlich ragt wie aus dem Nichts ein Turm aus Stahl zwischen den Bäumen auf. Irgendwie ein geiler Anblick. 50 Meter streckt sich der Carlsturm in den blauen Himmel. 1998 gebaut dient der Turm der HSB als Funkturm.

Carlsturm Stempelstelle Harzer Wandernadel 51

Dabei war die HSB so freundlich, in 30 Metern eine Aussichtsplattform einzubauen. Sicher zum Andenken an den früheren Bismarckturm. Der wurde aber Anfang der 1980er von den Russen abgerissen. Die betrieben hier zu Zeiten der DDR eine Aufklärungsstation. Samt Raketenbasis und Atombunker. Erst seit 1992 ist die Carlshaushöhe wieder zugänglich. Davor war hier alles Sperrzone. Jetzt aber lockt der Carlsturm. Also Rucksack ab und rauf. 155 Stufen. Oha, die sind mitunter böse vereist. Oben ist mir dann ganz schön mulmig. Alles knarzt. Dafür gibt es einen grandiosen Ausblick. Tief unten die weiß eingestäubten Bäume. Berge so weit das Auge reicht. Nur der Brocken versteckt sich immer noch. Schade. Doch an guten Tagen soll man bis zum Kyffhäuser schauen können. Carlsturm: ich komme wieder. Versprochen!

Dieses Mal aber sehe ich zu, das ich halbwegs flott wieder runter komme. So flott geht es wegen den vereisten Stufen dann aber doch nicht. Wie ein im Winterschlaf gestörter Bär tappe ich Stufe für Stufe hinab. Hier ganz allein stürzen und sich die Hacksen brechen wäre wohl nicht so clever. Seit Sophienhof bin ich keiner menschlichen Seele mehr begegnet. Doch ich schaffe es hinab. Danach hole ich mir den Stempel 51. Übrigens unser Stempel Nummer fünf. Die Tour ist ein Erfolg.

Blaues Kreuz? Wieder mal falsch abgebogen

Der Stempelkasten steht genau gegenüber dem Turm neben einer Schutzhütte. Die ist recht urig im Stil einer Blockhütte. Samt Tisch und Bänken. Ich habe leider nicht geschaut, ob die „verrückbar“ sind. Dann könnte man hier sogar mal übernachten. Vollmond oben auf dem Karlshausturm dürfte interessant sein. Aber nicht im Winter. Obwohl Brennholz vorhanden ist. Eine Feuerstelle habe ich aber nicht gesehen.

Aussicht vom Carlsturm Stempelstelle Harzer Wandernadel 51

Nach Trautenstein sind es jedenfalls nun 4,4 km. Eine Stunde Marsch also. Statt über den Pfad auf dem Herweg folge ich dem Schild. Schau an, der Weg ist gepflastert. Wohl dank den Russen. Tatsächlich führt ab hier die Carlshausstraße gen Trautenstein. Der Asphalt ist mitunter noch in recht gutem Zustand. Doch ich will gar nicht über die Straße zurück nach Trautenstein. Sondern über das Dammbachtal. Laut Karte muss ich den Berg hinab und am (Forsthaus) Carlshaus links. Easy – denkste. Ich Depp schaue nämlich nicht weiter auf die Karte. Sondern verlasse mich blind auf die Schilder.

Übrigens: Kaum nehme ich den „Abstieg“ in Angriff, kommt mir ein älteres Paar entgegen. Hätte ich mir auf dem Turm die Knochen gebrochen, wäre Hilfe also doch recht schnell gekommen 🙂 Das Forsthaus taucht jedenfalls schon nach wenigen Minuten auf. Samt Kreuzung. Doch wie schon gesagt: Ich verlasse mich auf die Schilder. Trautenstein geradeaus. Immer dem Kreuz nach. Passt doch. Nee, eben nicht. Denn dieses Kreuz ist grün. Müsste aber eigentlich blau sein. Zumindest für den Weg, der durch das Dammbachtal führt. Direkt zum Auto. Irgendwann wundere ich mich dann auch, dass der Weg geradeaus führt. Eigentlich, EIGENTLICH sollte da doch ein Bogen drin sein. Mir dämmert’s: ICH BIN FALSCH! Verdammt.

Zurück? Nee, die Richtung passt ja. Nur muss ich dann noch mal ganz durch Trautenstein durch. Zwar gibt es ein paar Wege gen West zum Dammbachtal.

Fazit: Carlshausturm, ich komme wieder

Die aber sind nicht ausgeschildert. Mittlerweile stecken mir auch gut 15 km in den Knochen. Ich verzichte daher auf Experimente. Irgendwann – nach einem weiteren harten Müsliriegel – taucht Trautenstein auf. Und ich wage doch ein „Experiment“. Bergab geht es in den Ort. Doch am Waldrand ziehen sich Bänke entlang. Ein Weg. Richtung Dammbachtal. Also probiere ich es. Zum Dammbachtal führt der Weg dann zwar nicht. Dafür lerne ich den Brockenblick kennen. Nur vom Brocken ist wie gesagt heute nichts zu sehen. Irgendwie schlage ich mich durch und treffe auf Häuser. Eine kleine Straße führt bergab. Dann stehe ich an der Hauptstraße. Und trotte gen Ortsausgang und dem Parkplatz Dammbachtal. Irgendwann taucht das Auto auf. Und grüßt mich mit vereisten Scheiben…

Carlshausstraße Carlsturm Trautenstein Harz

Und das Fazit der Tour? Trotz dem „Abstecher“ zum Schluss fällt das dieses Mal gut aus. Zugegeben: Warum die Walzenhütte eine Stempelstelle ist, erschließt sich mir immer noch nicht. Dafür lohnt der Oberharzblick. Zumindest bei gutem Wetter und guter Weitsicht. Auch der Stierbergsteich war heuer dank winterlicher Kulisse durchaus idyllisch. Die Ziegenalm ist mehr was für Familien mit kleinen Kindern. Der Carlsturm ist richtig Hammer. Zugegeben werde ich den wohl nicht noch mal im Winter besteigen. Zumindest nicht bei Schnee und Eis. Aber den Carlsturm besuche ich garantiert wieder. Einfach eine tolle Aussicht. Danke dafür an die HSB!

Ebenfalls einen Dank an die Harzer Wandernadel. Alle Stempel heile, fünf insgesamt eingesackt. Lang war die Tour übrigens um die 17 km. Mit meinem „Abstecher“ sogar wohl 19 km. Einschätzen würde ich die Tour als mittelschwer. Ab Sophienhof ging es doch munter bergauf und bergab. Zumal auf eher schmalen Pfaden. Dafür ist der Weg top ausgeschildert.

Zahlen & Daten „Carlsturm im Herbst“ 2016

Ein paar Lehren nehme ich ebenfalls wieder mit. Zum Beispiel den Teebeutel aus der Thermoskanne zu nehmen. Statt diesen in der Kanne zu vergessen. War doch etwas krümmelig der Tee. Die Karte „am Mann“ hat sich dagegen bewehrt. Auch wenn ich mich auf der letzten Etappe dezent verlaufen habe. Trotzdem schaute ich mehr als sonst auf die Karte. Die alte Karte – mittlerweile gibt es ja ein neues Set – direkt in der Hosentasche war und ist also eine gute Idee. Ist die Karte dagegen im Rucksack, bin ich mitunter doch zu faul zum schauen. Müsliriegel und andere Knabbereien kommen im Winter ab sofort in die Innentasche. Die waren wirklich steinhart.

Tja, ansonsten wie gesagt eine schöne Tour. Von daher durchaus ein Tipp für alle, die „flott“ mal fünf HWN Stempel erwandern wollen. Mit dem Grüntal (HWN 49) sind sogar sechs möglich. Doch Obacht: Wie schon im September bemängelt, ist de „Ecke“ Grüntal schlecht ausgeschildert. Insbesondere, was den Weg dann Richtung Walzenhütte angeht. Ohne Karte oder GPS geht hier nix.

Auch den Winter sollte man nicht unterschätzen. Ein heißes Getränk, genug Futter, entsprechende Kleidung. 20 Kilometer sind bei der Witterung übrigens anstrengender als im Frühling oder Sommer. Also besser kürzen. Die Tage stelle ich daher mal ein paar Tipps zum Wandern im Winter zusammen. So, zum Schluss hier noch die Tourdaten…

Daten zur Tour „Carlsturm im Herbst“ 2016

  • Länge: ca. 17 km
  • Höhenprofil: 488 bis 625 m (+188 m/-188 m)
  • Dauer: 6:45 h (samt Pausen)
  • Schwierigkeit: mittel

Stempel Harzer Wandernadel (5)

Etappen „Carlsturm im Herbst“ 2016

  • Parkplatz > Walzenhütte (Schutzhütte): 2,0
  • Walzenhütte > Oberharzblick: 1,6 km
  • Oberharzblick > Stierbergsteich (Schutzhütte): 2,7 km
  • Stierbergsteich > Ziegenalm: 3,1 km
  • Ziegenalm > Carlsturm (Schutzhütte): 3,4 km
  • Carlsturm > Trautenstein (Dammbachtal): 3,8 km
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